Einheimische Produkte aus Deutschland: Regional boomt

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Wer einheimische Produkte aus Deutschland den Importwaren vorzieht, tut der Umwelt etwas Gutes. Das betrifft z.B. Energie-Produkte, aber gerade auch Lebensmittel. Dies erkennen mehr und mehr Verbraucher, die verstärkt auf (Bio-)Lebensmittel aus ihrer Region setzen. Die Devise lautet: regional statt global. Und letztlich profitiert dadurch auch die Gesundheit.

Einheimische Produkte aus Deutschland: Überfluss-Problematik

Wir Verbraucher sind es gewohnt, immer und überall unsere Produkt- und Waren-Bedürfnisse befriedigen zu können. Gerade im Bereich der Lebensmittel. Die meisten von uns haben nicht nur EINEN Supermarkt in der Nähe sondern auch gleich noch mehrere Discounter, die mit dem Auto oft in wenigen Minuten zu erreichen sind. Und: nicht nur einheimische Produkte aus Deutschland können wir das ganze Jahr über kaufen, sondern auch exotische Früchte aus fernen Ländern. Diese Obst- und Gemüseprodukte aus den entferntesten Gebieten der Erde, stehen uns Verbrauchern in Deutschland jederzeit im Überfluss zur Verfügung.

Erdbeeren aus Südafrika? Exotische Äpfel aus Spanien? Spargel aus Griechenland? Alles kein Problem, die Supermarkt-Regale sind voll davon. Und diese Waren liegen direkt neben den einheimischen Produkten aus Deutschland. Ein Luxus, der am Ende vor allem zu Lasten von Klima und Umwelt gehen kann. Dann nämlich, wenn man sich gegen die einheimischen Produkte aus der Region entscheidet. Doch zum Glück hat in Deutschland ein Umdenken eingesetzt. Deutsche Verbraucher interessiert mehr und mehr, woher ihr Fleisch, Obst und Gemüse kommt. Und: welche Bedingungen bei der Produktion vorherrschten. Bio liegt schwer im Trend, ebenso wie regionale Erzeugnisse aus Deutschland. Eine positive, erfreuliche Entwicklung zugunsten von Klima, Energie, Umwelt und Gesundheit.

Erdbeeren aus Südafrika? Exotische Äpfel aus Spanien? Spargel aus Griechenland? Alles kein Problem, die Supermarkt-Regale sind voll davon. Und diese Waren liegen direkt neben den einheimischen Produkten aus Deutschland. (#01)

Erdbeeren aus Südafrika? Exotische Äpfel aus Spanien? Spargel aus Griechenland? Alles kein Problem, die Supermarkt-Regale sind voll davon. Und diese Waren liegen direkt neben den einheimischen Produkten aus Deutschland. (#01)

Einheimische Produkte aus Deutschland sind klimafreundlich

Wenn Konsumenten einheimische Produkte aus Deutschland den Import-Lebensmitteln vorziehen, leisten sie einen direkten, unmittelbaren Beitrag zum Klimaschutz. Denn durch die vergleichsweise kurzen Transportwege der Waren aus der Region, gelangt weitaus weniger klimaschädliches CO2 in Atmosphäre und Umwelt. Durch den zunehmenden Kauf dieser Lebensmittel, reduziert sich das Verkehrsaufkommen auf den Straßen und weniger Waren müssen mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert werden. Was auch das Ziel sein muss, denn diese Produkte weisen eine ganz besonders schlechte Ökobilanz auf.

Hier kann jeder individuell seinen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten. Je mehr einheimische Produkte aus Deutschland gekauft werden, desto geringer wird die Anzahl jener Lebensmitteltransporte, die über gewaltige Distanzen mit dem Flugzeug oder auf dem Wasserweg, erfolgen müssen. Gerade bei exotischem Obst, das oft aus weit entfernten afrikanischen oder asiatischen Ländern über viele tausend Kilometer zu uns gelangt, belasten die Transporte Klima und Umwelt in erheblichem Maße.

Die einheimischen Produkte aus Deutschland sollte man übrigens auch dann der Importware vorziehen, wenn diese mal nicht perfekt aussehen. Bisher war es so, dass fast 40 Prozent des geernteten Obstes und Gemüses, nicht in die Supermarktregale gelangte. Grund: das nicht perfekte Äußere, z.B. weil der Apfel zu klein, die Kartoffel zu herzförmig oder der Spargel zu krumm geraten ist. Letztlich also aus rein optischen Gründen, obwohl im Geschmack natürlich keinerlei Unterschied besteht. Das Problem dabei ist, dass natürlich auch dieses „hässliche“ Obst und Gemüse bei der Ernte und Produktion CO2 freisetzt.

Doch der Trend weist auch hier in eine positive Richtung. Zunehmend erklären sich nämlich die Supermarktketten bereit, auch diese einheimischen Produkte aus Deutschland ins Sortiment zu nehmen. Zwei Ketten werben aktuell mit diesem, optisch nicht perfekten Obst und Gemüse. Andere kündigten bereits an, dies auch bald umsetzen zu wollen.

Bezogen auf den Stopp des Klimawandels und die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen durch das eigene Konsumverhalten bei Lebensmitteln, ist noch ein anderer Aspekt ganz entscheidend.

 Wer einheimische, saisonale Produkte und Lebensmittel aus Deutschland kauft, tut nicht nur etwas für den Klima- und Umweltschutz. Denn nicht zuletzt unterstützt man so auch die lokalen Produzenten aus der Region. (#02)

Wer einheimische, saisonale Produkte und Lebensmittel aus Deutschland kauft, tut nicht nur etwas für den Klima- und Umweltschutz. Denn nicht zuletzt unterstützt man so auch die lokalen Produzenten aus der Region. (#02)

Die Vorteile von saisonalen Erzeugnissen

Der Verbraucher sollte nämlich nicht nur auf Bio-Waren und einheimische Lebensmittel per se sondern auch auf saisonale Produkte aus Deutschland zurückgreifen. Das bedeutet, dass man z.B. Äpfel von regionalen Erzeugern auch wirklich während der Apfelsaison kaufen sollte. Im Umkehrschluss heißt das, außerhalb der Saison dann auch mal auf jene Produkte zu verzichten, die über ein halbes Jahr im Kühlhaus lagerten – und dafür Unmengen an Energie und Strom benötigen. Und: wer einheimische, saisonale Produkte und Lebensmittel aus Deutschland kauft, tut nicht nur etwas für den Klima- und Umweltschutz. Denn nicht zuletzt unterstützt man so auch die lokalen Produzenten aus der Region.

Gesunde Ernährung ist für viele Menschen ein wichtiger Aspekt. Und eine reichhaltige, vitaminreiche Ernährung erreicht man in erster Linie auch durch den Kauf von saisonalen, einheimischen Produkten aus Deutschland. Denn Obst und Gemüse, das voll ausgereift ist und nicht monatelang in irgendwelchen Kühlhäusern lagerte, hat den höchstmöglichen Vitamingehalt. Zudem enthalten diese Lebensmittel weitere, extrem gesunde Pflanzenstoffe. Diese Stoffe werden nur dann gebildet, wenn die Pflanze ausreichend Sonnen- und Tageslicht bekommen hat. Wer z.B. seine (Früh-)Erdbeeren unbedingt schon im Februar oder März kaufen muss, bekommt dann meist Import-Produkte, die einen hohen Anteil an Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Das trifft auch auf andere Obstsorten zu. Damit ist die präferierte gesunde Ernährung am Ende dann doch nicht mehr so gesund.

Studien ergaben, dass vor allem Lebensmittel aus dem Ausland besonders belastet sind, gerade Erzeugnisse aus südeuropäischen Ländern. Wer also demnächst mal wieder Erdbeeren und Trauben aus Italien oder die Paprika aus der Türkei kaufen will, sollte sich über die hohe Menge an Insektiziden- und Pflanzenschutzmittel-Rückständen, klar sein.

Zum Schluss noch ein Tipp: man sollte auf bestimmte Regionalzeichen auf den Lebensmitteln achten. Diese stehen neben der regionalen Herkunft auch noch dafür, dass bestimmte qualitative und ökologische Kriterien bei der Produktion eingehalten wurden. (#03)

Zum Schluss noch ein Tipp: man sollte auf bestimmte Regionalzeichen auf den Lebensmitteln achten. Diese stehen neben der regionalen Herkunft auch noch dafür, dass bestimmte qualitative und ökologische Kriterien bei der Produktion eingehalten wurden. (#03)

Regionale, einheimische Produkte: Was bringen sie dem Verbraucher?

Entscheidet man sich dafür, verstärkt einheimische Produkte aus Deutschland zu kaufen, tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Es existieren darüber hinaus eine ganze Reihe weiterer Vorteile.

Die Wichtigsten:

  • die Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Verbraucher können besser nachvollziehen, woher die Ware kommt und unter welchen Bedingungen sie in Deutschland produziert wurde
  • die bessere Qualität der Lebensmittel: Obst, Fleisch, Gemüse und Co. sind nicht so lange unterwegs, wenn sie aus der direkten Umgebung stammen. Dadurch schmecke sie besser, bleiben länger frisch und sind letztlich vitaminreicher. Ein wichtiger Aspekt gerade für den, der auf eine gesunde Ernährung wert legt
  • die Unterstützung der Erzeuger vor Ort: wer einheimische Produkte aus Deutschland kauft, unterstützt die Produzenten, Höfe und Bauern vor Ort und stärkt damit letztlich auch die regionale Wirtschaft. Die Folge: der Erhalt von Arbeitsplätzen
  • der günstige Preis: Einheimische Milch-, Obst- Gemüse- und Fleischprodukte sind oft billiger als Importware
  • Der Kontakt zu den Erzeugern: dadurch, dass die Produzenten aus der Region oder dem näheren Umkreis stammen, sind schneller und einfacher Nachfragen bzgl. der Qualität, Herstellungsweise und Produktionsbedingungen möglich. Zudem wird durch den Kontakt zwischen Erzeuger und Verbraucher, die Kontrolle gewährleistet
  • Erzeugnisse aus dem Umfeld schaffen Identität: die Konsumenten wissen, woher die Lebensmitteln stammen. Es kommen keine anonymen Produkte vom anderen Ende der Welt auf den Tisch, sondern die Kartoffel vom nächst gelegenen Acker

Zum Schluss noch ein Tipp: man sollte auf bestimmte Regionalzeichen auf den Lebensmitteln achten. Diese stehen neben der regionalen Herkunft auch noch dafür, dass bestimmte qualitative und ökologische Kriterien bei der Produktion eingehalten wurden.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Aleksandra Zaitseva -#01:Aleksandar Mijatovic -#02:HealthHappy HH  -#03:  Monkey Business Images  _

Über 

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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