Amazon Prime Day 2018: Das waren die Bestseller

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Am Amazon Prime Day 2018 ist es dem Online-Riesen gelungen, einen neuen Rekord aufzustellen. In den 36 magischen Stunden wurden über 100 Millionen Produkte verkauft.

16. Juli 2018, 12 Uhr: 36h Dauershopping am Amazon Prime Day

Bei Amazon haben manche Tage mehr Stunden als andere, ins besondere der Prime Day 2018 ist mit 36 Stunden einer der längsten. Bereits Tage vorher offerierte Amazon tägliche neue Top-Angebote und heizte die Stimmung kräftig an. Schon als Amazon den Prime Day im Jahr 2017 zum dritten Mal veranstaltete, gab es eine Hype. Damals hatte der Tag der Tage nur 30 Stunden, doch das genügte bereits, denn bis zu 85 Prozent sollten Kunden am Prime Day sparen können.

Mit einem Wechsel der Rabatte im Minutentakt versetzte Amazon seine Shopper in einen Kaufrausch. Fest stand schon im letzten Jahr, dass der Prime Day sich für Amazon rundherum gelohnt hat. Der Tag brachte dem Online-Riesen die höchste Zahl an Prime-Neukunden ein. Die Zahl der Käufer stieg um fünfzig Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Technische Probleme am Prime Day 2018

Newcomer am Prime Day 2018 waren vier Länder: Australien, Luxemburg, die Niederlande und Singapur. Damit konnten Menschen in insgesamt 17 Ländern an dem Shopping-Marathon teilnehmen. Es macht den Eindruck, dass Amazon auf den Ansturm nicht ausreichend vorbereitet war. Die Nutzerzahlen im Shop waren so groß, dass der Shop nicht für alle Nutzer erreichbar war. Immer wieder kam es vor, dass Nutzer zu einer Fehlerseite weitergeleitet wurden. „Sorry, something went wrong on our side“ konnte man lesen und ein Konterfei des Amazon-Hundes „Thomas“ sehen. „Please go back and try again or go to amazons’s home page“. Viele Nutzer waren frustriert, doch hat es sie nicht abgehalten, nach den Schnäppchen und Top-Angeboten Ausschau zu halten.

Der neue Rekord am Prime Day 2018

In den 36 Stunden Dauershopping am Prime Day 2018 gelang es Amazon, seinen bisherigen Verkaufsrekord zu brechen. Trotz der technischen Probleme waren viele Kunden am digitalen Wühltisch unterwegs und kauften über 100 Millionen Artikel. Das hatte es noch nie gegeben. Sogar der Cyber ​​Monday und der Black Friday wurden in der Disziplin „Umsatz“ geschlagen.

Die neuen Loser: Cyber ​​Monday und Black Friday

Diese Shopping-Turbo-Tage kann kein Händler ignorieren. Die Bereitschaft von Millionen Menschen, in den letzten Wochen vor Weihnachten mehr einzukaufen ist enorm – und erklärbar: Das Weihnachtsgeld macht es möglich. Nicht nur Einzelhändler, auch Fluglinien und andere Anbieter bequemen sich, zu den beiden Tagen Special-Angebote auf den Markt zu werfen. Am Black Friday (2017 war es der 24. November) und am Cyber Monday (in 2017 der 27. November) werden regelmäßig Milliardenumsätze produziert. Der deutsche Einzelhandel erzielte 2017 zusätzliche Umsätze von 1,7 Milliarden Euro, eine gewaltige Steigerung gegenüber den 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Amazon hat auf die beiden Tage clever reagiert und hat den Cyber Monday ein wenig nach Vorne verlängert. Amazon hat aus dem Cyber-Monday eine Cyber-Woche gemacht. In der Cyber-Woche prasseln etwa 300 Angebote pro Stunde auf den Nutzer ein. Alles wird angeboten, vom 4K-TV bis hin zum Müslibecher.

Was wurde am Prime Day gekauft?

Eines der meistgekauften Produkte ist die Osram Smart+ ZigBee, eine fernbedienbare und schaltbare Steckdose für die Lichtsteuerung im Smart Home, die auch noch Alexa kompatibel ist. Doch es gab noch weitere sehr beliebte Artikel. Hier einige Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum.

  • der Fire-TV-Stick mit Alexa-Sprechfernbedienung
  • der Amazon Echo der 2. Generation, ein intelligenter Lautsprecher mit Alexa
  • der Amazon Echo Dot, ein sprachgesteuertes Gerät, mit welchem man via Alexa Musik wiedergeben oder Smart Home-Geräte steuern kann
  • der Kindle Paperwhite mit seinem hochauflösenden Display
  • PlayStation Plus 15 Monate (hier gab es 50% Rabatt)

Wie wird der Prime Day 2019?

Die Nutzer werden natürlich erwarten, dass der Prime Day im nächsten Jahr ohne die technischen Probleme abläuft, mit denen man sich in diesem Jahr herumschlagen musste. Gerade Amazon als Cloud-Anbieter sollte in der Lage sein, mit großen Nutzerzahlen umzugehen. Man darf gespannt sein, wie der Prime Day 2019 ausgestaltet wird. Amazon hat bereits verkündet, in einem Jahr einen neuen Rekord aufstellen zu wollen. Da muss natürlich die Technik mitspielen.


Bildnachweis: © shutterstock – Hadrian

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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