Social Media Plattformen: Diese 9 sind businesstauglich

0

Was kann Social Media, was das normale Leben nicht kann? Die Reichweite dürfte sicher ein entscheidendes Kriterium sein, dazu kommt die Verbreitung von News in Echtzeit, aber auch die Welle der Emotion, mit der die News transportiert wird. Die folgenden neun Social Media Plattformen sind wirklich businesstauglich.

Social Media und Unternehmen: Perfekte Symbiose?

Dank Facebook, dem Urgestein im Bereich Social Media, wurde klar, dass private und berufliche Nachrichten und Kommunikation durchaus miteinander verbunden sein können.

So sind in der Timeline von Facebook nicht selten News zu finden, die von Unternehmen kommen und hier als Werbung eingeblendet werden. Neben den Links, die direkt zum Onlineshop oder zur Unternehmensseite führen, können Likes und Kommentare hinterlassen werden. Die Nutzer haben somit direkt die Chance, von den Erfahrungen anderer User zu profitieren.

Die verschiedenen Plattformen, die den Bereich Social Media ausmachen, können von den Unternehmen unterschiedlich eingesetzt werden. Sie dienen der reinen Information, der Unterhaltung oder der Verknüpfung von beidem.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung hat die Möglichkeit, online zu gehen und sich die neusten Nachrichten, Unterhaltungsangebote und ähnliche Offerten im Internet anzusehen. ( Foto: Shutterstock- View Apart )

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung hat die Möglichkeit, online zu gehen und sich die neusten Nachrichten, Unterhaltungsangebote und ähnliche Offerten im Internet anzusehen. ( Foto: Shutterstock- View Apart )

Erreichbarkeit von Milliarden von Nutzern ( Video)

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung hat die Möglichkeit, online zu gehen und sich die neusten Nachrichten, Unterhaltungsangebote und ähnliche Offerten im Internet anzusehen. Von den etwa 4,39 Mrd. Menschen, die weltweit Zugriff auf das Internet haben, nutzen fast 3,5 Mrd. User eine Social Media Plattform. Und das täglich und für mehr als zwei Stunden!

Der Schluss liegt nahe, das private Vergnügen mit der Kommunikation zu verbinden und Social Media Plattformen von Unternehmen für das Marketing nutzen zu lassen. Dabei werden die Nutzer quasi nebenbei mit den Anzeigen konfrontiert, sehen sie immer wieder und haben selbst beim bloßen Durchscrollen durch ihre Timeline das Aha-Erlebnis.

„Das habe ich doch schon mal gesehen!“ Der nächste Schritt ist, dass das Interesse des Nutzers so stark ist, dass er auf die Anzeige klickt. Social Media und Marketing für Unternehmen gehen damit Hand in Hand. Kein Wunder, dass mittlerweile über 90 Prozent der Unternehmen die verschiedenen Social Media Plattformen für ihre Werbezwecke nutzen.

Video: Die wichtigsten Social-Media-Plattformen I e-learning für den Tourismus mit der IHK Cottbus

Neun businesstaugliche Social Media Plattformen

Die Welt von Social Media ist groß und neben für Unternehmen sehr wertvolle Social Media Plattformen gibt es auch einige, die weniger relevant sind. Sie haben vielleicht eine Zielgruppe, die für das Unternehmen nicht passt, oder sie bieten keine Möglichkeit, um Links zu platzieren, sondern stellen sich als reine Bilderdienste dar. Für jedes Unternehmen ist es daher wichtig, die eigenen Ziele zu definieren und danach die optimale Social Media Plattform auszuwählen.

Facebook als Nummer eins

Facebook gehört bei vielen privaten Nutzern zum Standard und stellt die größte und bekannteste Social Media Plattform dar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Unternehmen ausgerechnet Facebook für die Kommunikation mit Kunden wählen. Sie haben hier die Möglichkeit, über Facebook Ads zahlreiche Kunden und potenzielle Interessenten zu erreichen.

Kauft oder liked eine Person ein Produkt des werbenden Unternehmens, bekommen diejenigen aus seiner oder ihrer Freundesliste die Ads angezeigt. Sie erfahren, dass Freund/in xy dieses Produkt gut fand und klicken im besten Fall selbst auf die Anzeige.

Allerdings kann Facebook auch Nachteile haben. Wird durch einen unzufriedenen Kunden ein Shitstorm ausgelöst, kann dieser ungeahnte Ausmaße annehmen und einen nachhaltig schlechten Ruf für das Unternehmen bedeuten. Es muss somit ausreichend fachliches Know-how vorhanden sein, um solchen Gefahren zu begegnen und diesen einen positiven Effekt anheften zu können.

Die Welt von Social Media ist groß und neben für Unternehmen sehr wertvolle Social Media Plattformen gibt es auch einige, die weniger relevant sind. ( Foto: Shutterstock-Rawpixel.com )

Die Welt von Social Media ist groß und neben für Unternehmen sehr wertvolle Social Media Plattformen gibt es auch einige, die weniger relevant sind. ( Foto: Shutterstock-Rawpixel.com )

Youtube zur Unternehmenspräsentation

Youtube ist der wohl bekannteste Videodienst und eine feste Größe im Bereich Social Media. Unternehmen können dort ihren eigenen Kanal erstellen und präsentieren sich selbst, ihre Produkte und Leistungen.

Der Mitarbeiter des Monats wird vorgestellt, der Kundensupport ebenfalls. Kunden und Interessenten erfahren konkret, wer hinter dem Unternehmen steht und können sich ein Bild über die Menschen sowie die Firmenphilosophie machen.

Allerdings muss die werbende Firma Mitglied des Partnerprogramms sein, damit zum Beispiel ein eigener Startbildschirm gebucht werden kann. Damit wiederum ist die Gefahr von Werbung verbunden, die im schlimmsten Fall für den Konkurrenten gemacht wird. Außerdem ist Social Media schnelllebig, was bedeutet, dass das Unternehmen regelmäßig für neue Inhalte sorgen muss. Dafür reicht es allerdings oft auch schon, Videos anderer Kanäle zu teilen.

Immer häufiger nutzen neben Unternehmen aus der Wirtschaft auch Behörden und Landesregierungen Youtube. Sie wollen hier die Kommunikation mit den Bürgern fördern und gleichzeitig anschaulich darstellen, wie Formulare ausgefüllt werden sollen. Zudem sollen die Behörden einen besseren Stand in der Öffentlichkeit bekommen, wenn gezeigt wird, wie sie arbeiten und worin die konkreten Aufgaben bestehen.

Immer häufiger nutzen neben Unternehmen aus der Wirtschaft auch Behörden und Landesregierungen Youtube.  ( Foto: Shutterstock-Rawpixel.com)

Immer häufiger nutzen neben Unternehmen aus der Wirtschaft auch Behörden und Landesregierungen Youtube. ( Foto: Shutterstock-Rawpixel.com)

Mit Twitter auf dem neuesten Stand

Social Media Plattformen sollen unterhalten und informieren. Twitter bietet beides, wie die Veröffentlichungen bekannter Politiker oder Promis zeigen. Unternehmen nutzen Twitter, um Neuigkeiten zu Produkten oder Leistungen zu veröffentlichen und um die rund zwölf Millionen Menschen in Deutschland zu erreichen.

Allerdings zeigt diese Zahl, dass Twitter nicht die breite Masse erreichen kann, denn von diesen zwölf Milliionen ist nur ein Bruchteil der Menschen an dem Unternehmen interessiert. Twitter kann daher bestenfalls zusätzlich zu anderen Social Media Plattformen zum Einsatz kommen. Sinnvoll ist die Plattform dennoch, denn hier lässt sich mit wenig Aufwand der bereits bestehende Kundenstamm über wichtige Neuheiten informieren. Die kurzen Texte bleiben dennoch im Gedächtnis.

XING als Pflicht-Plattform für Unternehmer

Unternehmer aus Deutschland setzen auf XING und nutzen die Social Media Plattform für das Networking. Hier geht es weniger um Werbung, daher ist XING keine marketingtaugliche Plattform, sondern für das Business tatsächlich eher durch die Ermöglichung neuer Kontakte interessant. Einzelne Personen stellen sich vor, Unternehmen präsentieren ihren Geschäftsinhalt.

Die Mitglieder können sich miteinander unterhalten, nicht selten werden neue Mitarbeiter gesucht, für die die Stellen nicht öffentlich ausgeschrieben werden sollen. Social Media spielt damit eine zunehmende Rolle für Personaler. Außerdem nutzen viele Unternehmen XING, um dort auf Veranstaltungen hinzuweisen oder für eigene Highlights zu werben. Sogar Projekte und Kooperationen werden über XING gefördert.

LinkedIn als Ergänzung zu XING

Die Social Media Plattform XING ist eher auf den deutschen Bereich ausgerichtet und wird vorrangig national genutzt. Wer sich als Unternehmer international besser vernetzen oder weltweite Projekte generieren möchte, wird eher LinkedIn verwenden.

Die Funktionsweise ist ähnlich, die einzelnen Mitglieder stellen sich auf separaten Seiten vor und können miteinander in Kontakt treten. Dabei wird LinkedIn vor allem von Führungskräften genutzt. Während es bei XING nicht ganz 40 Prozent sind, die als Führungskräfte die Social Media Plattform nutzen, sind es bei LinkedIn rund 80 Prozent.

Social Media Plattformen sollen unterhalten und informieren. ( Foto: Shutterstock-Suwit Rattiwan )

Social Media Plattformen sollen unterhalten und informieren. ( Foto: Shutterstock-Suwit Rattiwan )

Instagram für die Bildersuche verwenden

Besteht die Möglichkeit, für das Unternehmen mit Bildern zu werben? Dann bietet sich das Bildernetzwerk Instagram an. Die Interaktionsrate ist hier sehr hoch und Instagram wird als Ergänzung zu den Texten gesehen, mit denen Unternehmen für sich werben. Auch hier können Likes und Kommentare hinterlassen werden, der Traffic ist jedoch nur schwer zu generieren. Dies liegt daran, dass nur Bilder gezeigt werden können und diese beinhalten eben keine Links.

Die Follower können zwar dem Kanal auf Instagram folgen, sind von hier aus aber nicht auf die Firmenseite oder auf einen Onlineshop zu lenken. Dennoch ist Instagram als unbedingt businesstauglich zu sehen und darf im Bereich Social Media eines Unternehmens nicht fehlen. Vor allem die Firmen, die über Influencer Marketing werben wollen, werden auf Instagram nicht verzichten wollen.

Mit Pinterest vorwiegend weibliche Nutzer erreichen

Pinterest wird von den überwiegend weiblichen Nutzern vor allem für die Suche nach neuen Lifestyle-Produkten genutzt. Wer ein Sofa kaufen will, schaut sich Vorschläge auf Pinterest an. Neue Frisuren, Fingernageldesigns, Häkeldecken, Locations für den Samstagabend gesucht?

Auf Pinterest finden sich die entsprechenden Bilder. Unternehmen aus diesem Bereich sollten daher auf keinen Fall auf die Nutzung von Pinterest verzichten, was vor allem gilt, wenn sie auch noch kurze Videos hinterlegen wollen. Dabei sollen diese schön aufbereitet werden – ein bisschen wirken die Bilder auf Pinterest wie Katalogbilder.

Sie müssen daher entsprechend professionell sein, einfache Schnappschüsse mag hier niemand sehen. Ein weiterer Pluspunkt: Von Pinterest aus sind Links zu setzen, sodass Besucher von hier aus in einen Onlineshop gelenkt werden können bzw. auf die Unternehmenswebseite.

TikTok für jüngere Zielgruppen anwenden ( Video)

Auch wenn der Youtube-ähnliche Kanal TikTok in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten war, ist diese Social Media Plattform doch auch für Unternehmen geeignet. Hierüber werden allerdings vor allem jüngere Nutzer erreicht. Wer aber als Zielgruppe die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren für sich definiert hat, sollte TikTok auf keinen Fall unbeachtet lassen. Noch wird die Plattform nur wenig von Unternehmen genutzt, spielt aber für viele Jugendliche eine wichtige Rolle im täglichen Leben.

Video: Entwicklung Der Top 10 Meist Genutzten Social Media Platformen! (2004-2020) |Whatsapp,Instagram

Wichtig:
Die Videos müssen kurz und unterhaltsam sein, es geht hier nicht um hochseriöse Darstellungen eines Unternehmens. Die Nutzer wollen über Social Media unterhalten werden und über die Videos lachen können. Tipp: Einige Unternehmen nutzen TikTok mittlerweile, um Praktikanten oder Azubis zu finden, wobei diese teilweise sogar über Challenges gesucht werden. Firmen können TikTok damit als Alternative zur konventionellen Stellenausschreibung nutzen.

WhatsApp und Facebook Messenger nutzen

Der Bereich Social Media muss auch über WhatsApp genutzt werden! Auch wenn WhatsApp und Facebook Messenger keine wirklichen Social Media Plattformen darstellen, spielen sie doch für Unternehmen eine wichtige Rolle. Viele Kunden fragen über WhatsApp an, wenn sie ein Problem mit einem Produkt haben. Der Grund ist sicherlich auch, dass diese Kurznachricht zum einen kostenlos ist, zum anderen praktisch nebenbei getippt werden kann.

Auch vom Arbeitsplatz aus kann eine Frage zur defekten Waschmaschine zu Hause gestellt werden, die Antwort des Kundensupports kommt umgehend. Zudem können über die beiden Nachrichtendienste auch Bilder und Videos übermittelt werden. Die Reichweite ist sehr groß und der Kontakt zu den Kunden direkt möglich. Sogar individuelle Angebote lassen sich verschicken. Für Unternehmen ist WhatsApp als Social Media Plattform damit eine hervorragende Möglichkeit, den Support am Telefon zu entlasten und die vielfach geforderte Kundennähe herzustellen.

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply