REWE geht mit gutem Beispiel voran: Verzicht auf Plastiktüten gefordert

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Plastiktüten sind zwar sehr praktisch, allerdings umwelttechnisch gesehen eine Katastrophe. Immer wieder wird seitens der Politik und teilweise sogar seitens der Verbraucher gefordert, endlich auf diese Tüten zu verzichten. REWE geht nun mit gutem Beispiel voran und bietet zukünftig keine Tragetaschen aus Plastik mehr an.

Weniger Müll beim Einkaufen

Wer zu Hause den Großeinkauf vom Wochenende in die Schränke räumt und überflüssige Verpackungen dabei entfernt, wird erstaunt sein über den Berg von Plastikmüll. Alles ist doppelt und dreifach mit Folie umwickelt. Kommen dann noch die Einkaufstüten aus Plastik hinzu, ist die gelbe Tonne ein ordentliches Stück voller. Nun geht REWE aber endlich mit gutem Beispiel voran und hat sich dazu entschlossen, den Verkauf von Plastiktüten flächendeckend zu stoppen. Dadurch werden pro Jahr rund 140 Millionen Plastiktüten weniger unseren Planeten verseuchen – denn genau das tun Plastiktüten nun einmal. Sie verrotten nicht und entwickeln beim Verbrennen hochgiftige Gase. REWE setzt nun als erster Einzelhändler im Bereich Lebensmittel auf alternative Tragetaschen und Kartons, die zum Einkaufen genutzt werden können. Der REWE-Vorstand gab seine Entscheidung Anfang Juni 2016 im Beisein der Bundesumweltministerin und das NABU-Präsidenten bekannt. Ein Bekennen zu nachhaltigem Handeln und die Übernahme von Verantwortung werden damit eindeutig klargemacht. REWE geht umwelttechnisch voran und trägt einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Plastikmüll.

Öffentliche Diskussionen zum Thema

Immer wieder gab es öffentliche Diskussionen zum Thema Plastiktüten im Einzelhandel. Hier ist es gang und gäbe, die Einkäufe nach der Kasse in die umweltschädlichen Beutel zu packen. Scheinbar ist es längst in Vergessenheit geraten, zum Einkaufen einen Korb oder eine Tasche mitzunehmen. Einige Supermärkte haben zumindest Papiertüten im Angebot, in die die Einkäufe gelegt werden können, bieten aber dennoch Plastiktüten als Alternative an. Bei REWE ist das nicht mehr so, hier wurden die negativen Auswirkungen des Kunststoffs erkannt und die Tüten verbannt. REWE verfolgt eine Strategie der Nachhaltigkeit und der Verzicht auf Plastiktüten war nur der logische nächste Schritt. Nun gibt es Tragetaschen aus Baumwolle oder sogenannte Permanent-Tragetaschen zur Verfügung gestellt, wenn ein Kunde seine Einkäufe einpacken möchte. Jeder kann nun selbst aktiv etwas dazu beitragen, dass es dem Planeten wieder besser geht.

Erst kürzlich hat der Handelsverband Deutschland eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, die allerdings freiwillig war und in der es um Möglichkeiten zum Umweltschutz und für die Nachhaltigkeit ging. Die Vereinbarung hat das Ziel, bundesweit die Zahl der Kunststofftragetaschen zu reduzieren. REWE war allerdings schon länger Vorreiter und hat die Plastiktüten schon immer nur gegen Gebühr abgegeben. Nun ist damit Schluss und es werden nur noch die Restbestände herausgegeben. Nach der Übergangszeit wird es keine Tüten aus Plastik mehr in den REWE-Märkten geben.

Bei seiner Entscheidung wurde REWE vom NABU unterstützt, der allerdings das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit des Unternehmens schon lange begleitet. Der Konzern stellt sich seiner Verantwortung und gilt somit als Vorbild für die gesamte Branche des Einzelhandels.


Bildnachweis: © Fotolia – illionPhotos.com

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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