5 Tätigkeiten im Einzelhandel: Von Dekorateur bis Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel

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Tätigkeiten im Einzelhandel: dafür zeigen sich bei der Suche verschiedene Möglichkeiten. Die Anzahl der Beschäftigten in diesem Bereich nimmt zu. Doch wie vielseitig sind die Tätigkeiten wirklich?

Tätigkeiten im Einzelhandel: Leidenschaft für den Verkauf

Der Einzelhandel erlebt seit 2010 einen neuen Aufschwung und dementsprechend werden auch immer mehr Beschäftigte eingestellt. Wer selbst Interesse daran hat, ein Berufsbild im Einzelhandel auszuüben, kann aus ganz unterschiedlichen Tätigkeiten wählen. Nicht nur der Verkäufer wird hier benötigt. Auch andere Berufsbilder sind zu finden.

1) Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel: Was verbirgt sich dahinter?

Im Bereich des Einzelhandels wird besonders häufig gesucht nach einem Einzelhandelskaufmann oder einer Einzelhandelskauffrau. Was genau sich jedoch hinter diesem Berufsbild verbirgt und welche Tätigkeiten im Einzelhandel dazu gehören, ist oft gar nicht so klar. Tatsächlich ist das Aufgabenfeld relativ breit #aufgestellt.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Beratung der Kunden: Die Produkte stehen im Vordergrund. Die Waren werden durch den Kaufmann oder die Kauffrau präsentiert, ihre Vorzüge dargestellt und die passende Lösung für den Kunden gefunden. Das oberste Ziel ist es, dass der Kunde zufrieden ist.
  • Verkauf an den Kunden: Nach einer erfolgreichen Beratung kann mit einem gelungenen Verkauf gerechnet werden. Aber nicht immer führen Beratungen zu einem Abschluss. Teilweise ist es auch möglich, dass der Kunde wieder geht oder später noch einmal kommt.
  • Zahlungen annehmen: Einzelhandelskaufleute können auch an der Kasse eingesetzt werden. Sie scannen die Waren ein, wiegen auch lose Produkte, wie Obst und Gemüse. Zudem erstellen Sie Kassenberichte und können die Leitung über den Kassenbereich übernehmen.
  • Verwaltung der Waren: Abhängig vom Betrieb, in dem Einzelhandelskaufleute eingestellt werden, können zu den Tätigkeiten im Einzelhandel auch die Kontrolle der Waren gehören. Dies gilt für den Einkauf und die Kontrolle der Lieferung, aber auch für eine effektive Lagerung der Produkte.
  • Personalplanung: Die Erstellung von Einsatzplänen für das Personal obliegt Einzelhandelskaufleuten ebenfalls. Hier kommt es darauf an, welche Tätigkeiten im Einzelhandel sie generell übernehmen.

Ein Aufstieg ist im Berufsbild der Einzelhandelskaufleute also durchaus möglich. Nach einer erfolgreichen Ausbildung erfolgt nicht selten die Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb. Aber auch eine Neuorientierung bei einem anderen Arbeitgeber ist möglich.

Interessant: Wie hoch die Vergütung für einen Einzelhandelskaufmann oder eine Einzelhandelskauffrau ist, hängt von dem Arbeitgeber ab. Meist wird jedoch nach Tarif bezahlt. Das durchschnittliche Gehalt liegt hier bei rund 1.800 Euro brutto.

Beratung der Kunden: Die Produkte stehen im Vordergrund. Die Waren werden durch den Kaufmann oder die Kauffrau präsentiert, ihre Vorzüge dargestellt und die passende Lösung für den Kunden gefunden. (Fotolizenz -shutterstock:_YAKOBCHUK VIACHESLAV )

Beratung der Kunden: Die Produkte stehen im Vordergrund. Die Waren werden durch den Kaufmann oder die Kauffrau präsentiert, ihre Vorzüge dargestellt und die passende Lösung für den Kunden gefunden. (Fotolizenz -shutterstock:_YAKOBCHUK VIACHESLAV )

Gibt es Unterschiede zwischen Verkäufer und Einzelhandelskaufleuten?

Häufig werden Einzelhandelskaufleute auch als Verkäufer bezeichnet. Interessant ist dabei die Frage, ob es sich hierbei um dasselbe Berufsbild handelt. Tatsächlich ist dies nicht der Fall. Es gibt einige Unterschiede bei den jeweiligen Tätigkeiten im Einzelhandel, die bei der Auswahl der Ausbildung von Interesse sein können.

Unterschied Erklärung
Ausbildung

 

Die Ausbildung zum Verkäufer oder der Verkäuferin liegt bei zwei Jahren. Wer als Einzelhandelskauffrau oder Einzelhandelskaufmann aktiv werden möchte, muss dagegen eine Ausbildung von drei Jahren durchlaufen. Oft wird von einer sogenannten Stufenausbildung bei diesen Tätigkeiten im Einzelhandel gesprochen. Es ist möglich, erst eine Ausbildung zur Verkäuferin oder zum Verkäufer zu machen und sich später noch als Einzelhandelskauffrau oder Einzelhandelskaufmann ausbilden zu lassen. Im Rahmen der Ausbildung bildet den größten Unterschied die Buchhaltung. Verkäufer oder Verkäuferinnen erhalten zwar eine grundlegende Ausbildung in der Buchhaltung und der Betriebswirtschaft. Bei der Ausbildung für Einzelhandelskaufleute geht dieser Punkt jedoch deutlich tiefer.

 

Büroarbeit Bei Tätigkeiten im Einzelhandel wird nur selten von Büroarbeit ausgegangen. Allerdings ist diese gerade bei Einzelhandelskaufleuten ein wichtiger Aspekt. Unter anderem gehören die Personalplanung und auch der Wareneinkauf zu den Aufgaben, die Verkäufer oder Verkäuferinnen nicht haben.

 

Gehalt Nicht zu unterschätzen sind die Unterschiede bei der Bezahlung. Da Einzelhandelskaufleute häufig eine höhere Verantwortung tragen, erhalten sie auch ein höheres Gehalt. Grundsätzlich liegen dem Gehalt tarifliche Regelungen zugrunde. Wie hoch die Unterschiede jedoch wirklich sind, hängt von der Betriebsgröße, dem genauen Vertrag und den definierten Aufgabenbereichen ab. Grundsätzlich wird jedoch von Unterschieden ab 20 % gesprochen.

 

Chancen für den Aufstieg Verkäufer oder Verkäuferinnen haben normalerweise nur überschaubare Chancen für den Aufstieg im Einzelhandel. Sie können die Leitung einer Filiale übernehmen. Einzelhandelskaufleute dagegen sind deutlich flexibler in ihren Einsatzbereichen und die Chancen für einen Aufstieg liegen dadurch höher.

Einzelhandel ist Kreativität gefragt. Vor allem Dekorateure können ihren Ideen oft freien Lauf lassen. (Fotolizenz-shutterstock:_ Kzenon )

Einzelhandel ist Kreativität gefragt. Vor allem Dekorateure können ihren Ideen oft freien Lauf lassen. (Fotolizenz-shutterstock:_ Kzenon )

Tätigkeiten im Einzelhandel

2) Dekorateur/in: Kreativität im Einzelhandel

Auch im Einzelhandel ist Kreativität gefragt. Vor allem Dekorateure können ihren Ideen oft freien Lauf lassen. Sie sind dafür zuständig, dass das Schaufenster die Kunden anlockt und dafür sorgt, dass sie auch in das Geschäft kommen. Die Artikel sollen im Schaufenster so dargestellt werden, dass sie optimal präsentiert sind.

Immer mehr Kaufhäuser und Einzelhändler nutzen die Möglichkeit, durch professionelle Dekorateure mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Grundsätzlich wird bei diesem Berufsbild von einem „Gestalter für visuelles Marketing“ gesprochen. Es handelt sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung, die eine Dauer von drei Jahren hat.

Es handelt sich um eine duale Ausbildung. Unter anderem gehören zu den Aufgaben:

  • Planung und Umsetzung von Inhalten für Schaufenster, Messen und Präsentationsbereichen
  • Präsentation der Produkte
  • Gestaltung mit verkaufsförderndem Effekt
  • Einbringung von visuellen Gestaltungskonzepten
Es ist eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die vor allem aus der Leidenschaft heraus gewählt werden: Der Beruf des Buchhändlers oder der Buchhändlerin. (Fotolizenz -Shutterstock: Es ist eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die vor allem aus der Leidenschaft heraus gewählt werden: Der Beruf des Buchhändlers oder der Buchhändlerin. ( Fotolizenz -Shutterstock :_ Krysja )

Es ist eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die vor allem aus der Leidenschaft heraus gewählt werden: Der Beruf des Buchhändlers oder der Buchhändlerin. (Fotolizenz -Shutterstock: Es ist eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die vor allem aus der Leidenschaft heraus gewählt werden: Der Beruf des Buchhändlers oder der Buchhändlerin. ( Fotolizenz -Shutterstock :_ Krysja )

3) Buchhändler/in: Eintauchen in ferne Welten

Es ist eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die vor allem aus der Leidenschaft heraus gewählt werden: Der Beruf des Buchhändlers oder der Buchhändlerin. In diesem Berufsbild steht die Beratung der Kunden in Bezug auf verschiedene literarische Werke im Vordergrund.

Dies gilt inzwischen jedoch nicht mehr nur für Bücher. Auch andere Medien gehören mit in diesen Bereich, wie Zeitschriften und Zeitungen, Filme und Hörspiele. Zusätzlich dazu gehört zum Berufsbild auch die Übernahme von Aufgaben aus dem kaufmännischen und dem verwaltungstechnischen Bereich.

Die Ausbildung selbst gibt es mit drei verschiedenen Schwerpunkten:

  • Verlag
  • Sortiment
  • Antiquariat

Hier wird vermittelt, wie die Waren ausgewählt, angenommen und gekennzeichnet werden. Zudem erfolgt eine Ausbildung im Bereich der Verkaufsförderung. Die Angebote an Stellen für Buchhändler sind nicht nur im Buchhandel direkt zu finden. Auch in Verlagen oder in Auktionshäusern sowie in Büchereien stehen sie zur Verfügung.

Das Gehalt nach der Ausbildung bei diesen Tätigkeiten im Einzelhandel ist abhängig von der Branche. Im Einzelhandel bewegt es sich zwischen einem Brutto von 2.000 bis hin zu 3.000 Euro. Im Großhandel liegt der Durchschnitt eher bei 2.500 Euro.

Eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die immer noch sehr beliebt ist, ist der Beruf des Floristen oder der Floristin. (Fotolizenz -Shutterstock: shutterstock Yuriy Golub )

Eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die immer noch sehr beliebt ist, ist der Beruf des Floristen oder der Floristin. (Fotolizenz -Shutterstock: shutterstock Yuriy Golub )

4) Florist/in: Die Arbeit mit den Blumen

Eine der Tätigkeiten im Einzelhandel, die immer noch sehr beliebt ist, ist der Beruf des Floristen oder der Floristin. Es handelt sich auch hier um eine duale Ausbildung. Floristen haben einen Hang zu Blumen und Pflanzen. Sie genießen es, diese zu pflegen und zu schönen Sträußen zu kombinieren. In der Ausbildung wird von Grund auf vermittelt, wie mit den Blumen und Pflanzen umzugehen ist.

Dabei geht es auch darum zu erkennen, um welche Pflanzen es sich handelt und welche Bedürfnisse diese haben. Aber zur Ausbildung gehört es auch, sich mit den kaufmännischen Einzelheiten zu beschäftigen. Immerhin müssen die Blumen und Pflanzen für den Laden immer wieder neu gekauft werden. Ein klassisches Lager gibt es selten, da die Haltbarkeit stark begrenzt ist. Die Ausbildung selbst dauert drei Jahre.

Allerdings werden teilweise sehr hohe körperliche Anforderungen an die Auszubildenden gestellt. Generell ist der Beruf des Floristen oder der Floristin schwere körperliche Arbeit. Immerhin müssen die Pflanzen und Blumen teilweise getragen und viel gepflegt werden. Auch Kreativität ist gefragt. Immerhin sollten Floristen in der Lage sein, umfangreiche Gestecke zusammenzustellen und auf die Wünsche der Kunden einzugehen.

Das Gehalt bei dieser Tätigkeit im Einzelhandel ist in der Ausbildung noch sehr überschaubar gehalten. Normalerweise beginnen die Zahlungen im ersten Ausbildungsjahr mit einem Gehalt von rund 200 bis 500 Euro. Zum Ende der Ausbildungszeit hin liegt das Gehalt bei bis zu 650 Euro. Nach der Ausbildung steigt das Gehalt an und liegt bei bis zu 2.000 Euro brutto.

Weniger bekannt ist, dass es möglich ist, sich weiterzubilden und zu einem Floristmeister zu werden oder als Wirtschafter in der Floristik einen Abschluss zu machen.

Liegt die Leidenschaft im Bereich der der Drogerieartikel, kann eine Arbeit als Drogist oder Drogistin möglicherweise die richtige Wahl darstellen.. (Fotolizenz -Shutterstock: _Tyler Olson)

Liegt die Leidenschaft im Bereich der der Drogerieartikel, kann eine Arbeit als Drogist oder Drogistin möglicherweise die richtige Wahl darstellen.. (Fotolizenz -Shutterstock: _Tyler Olson)

5) Drogist/in: Arbeiten im Bereich der Drogerien

Liegt die Leidenschaft im Bereich der der Drogerieartikel, kann eine Arbeit als Drogist oder Drogistin möglicherweise die richtige Wahl darstellen. Die Ausbildungsdauer liegt bei drei Jahren.

Drogisten bedienen verschiedene Aufgabenbereiche:

  • Warenauflistungen durchführen und neue Waren bestellen
  • Waren annehmen und prüfen
  • Waren ins Lager bringen und einräumen
  • Beratung der Kunden
  • Arbeit an der Kasse
  • Abrechnung der Einnahmen

Das heißt, die Einsatzbereiche liegen direkt im Verkaufsraum selbst, aber auch in den Lagerräumen und im Büro. In der Ausbildung werden die einzelnen Bereiche durchlaufen. In diesem Tätigkeitsfeld kommt es darauf an, sich auch mit den Inhaltsstoffen der Produkte zu beschäftigen. Bei einer direkten Beratung der Kunden sollten alle Fragen umfangreich beantwortet werden können.

Geeignet für diesen Tätigkeitsbereich sind Menschen, die sich gerne mit dem Warensortiment beschäftigen und auch bereit sind, näher auf die Produkte einzugehen und mehr über sie zu lernen. Zudem sollten Verkaufstalent und Leidenschaft für den Einzelhandel vorliegen.

Das Gehalt in der Ausbildung selbst liegt im ersten Ausbildungsjahr bei durchschnittlich 800 Euro, im dritten Ausbildungsjahr können bis zu 1.000 Euro verdient werden. Nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehaltes normalerweise vom Tarifvertrag ab und den Tätigkeiten im Einzelhandel, die hier übernommen werden. Zu Beginn der Anstellung liegt es durchschnittlich bei rund 2.000 Euro brutto.

Mit zunehmender Erfahrung im Einzelhandel und möglichen Weiterbildungen besteht die Option, mehr Gehalt zu erhalten. Ein monatliches Brutto in Höhe von 2.500 Euro oder mehr ist möglich. Hier kommt es jedoch auf den Aufgabenbereich an.

Fazit: Die beruflichen Möglichkeiten im Einzelhandel sind vielseitig

Bei Tätigkeiten im Einzelhandel stehen Verkäufer oder auch Einzelhandelskaufleute meist in Fokus. Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche andere Tätigkeiten, die ausgeführt werden können. Diese beginnen bei der Spezialisierung in Bereichen wie des Buchhandels oder der Apotheken. Sie reichen aber auch bis hin zur Personalplanung oder der Warenplanung.

Teilweise stehen verschiedene Chancen für den Aufstieg zur Verfügung. Inwieweit diese jedoch wirklich in Anspruch genommen werden können, hängt vom Arbeitgeber ab. Dennoch ist es empfehlenswert, sich mit den umfangreichen Tätigkeiten im Einzelhandel zu beschäftigen und so herauszufinden, in welche Richtung die eigene Orientierung gehen kann.


Rebecca Liebig

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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