Wer wusste über den SAP Datendiebstahl Bescheid?

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Urheberrechtsverletzungen sind eine schwierige Angelegenheit. Können sie nachgewiesen werden, muss es aber Konsequenzen geben. Nicht so beim SAP Datendiebstahl, der scheinbar mit Tradition begangen wurde.

“Fakt“ und „Spiegel“ untersuchten SAP Datendiebstahl

Das ARD-Magazin „Fakt“ sowie die Zeitschrift „Spiegel“ haben in mühevoller Kleinarbeit einen Skandal aufgearbeitet. Es geht um den SAP Datendiebstahl, der scheinbar mit langer Tradition begangen wurde. Demnach scheint es auch, als hätte sich SAP den Weg an die Spitze mit unlauteren Methoden verschafft.

Die Vorgänge, um die es dabei geht, reichen bis in die 1990er Jahre zurück. Sie sind nachzulesen in einem Gutachten der Kanzlei Linklaters aus London. Dieses Gutachten hatte SAP selbst im Jahr 2010 in Auftrag gegeben, weil geprüft werden sollte, ob gegen das damalige Vorstandsmitglied Gerhard Oswald Haftungsansprüche geltend gemacht werden könnten.

Er war zu dem Zeitpunkt, als SAP den Softwaredienstleister TomorrowNow übernahm, im Vorstand von SAP. Oswald und zumindest ein Mitarbeiter müssen laut Gutachten von den Verstößen gegen das Urheberrecht gewusst haben. Doch die Vorwürfe wegen des Datendiebstahls hatten keinerlei Konsequenzen für Oswald. Im Gegenteil, er wurde sogar befördert und später in den Aufsichtsrat von SAP berufen. Ob die Freundschaft mit SAP-Gründer Hopp hier eventuell mit hineinspielen könnte?

Keine Veröffentlichung gewünscht

Das zugrunde liegende Gutachten blieb lange Zeit unter Verschluss, SAP wehrte sich beständig gegen dessen Veröffentlichung. Dies war auch der Fall, nachdem die Staatsanwaltschaft Mannheim eine seltsame Kooperation mit der Universität Mannheim aufgedeckt hatte, bei der es um die Untersuchung von Konkurrenzsoftware durch ein unabhängiges Institut ging. Die Untersuchung war nur Vorwand, tatsächlich haben wohl SAP-Mitarbeiter die Daten der Konkurrenz ausspioniert.

Die Staatsanwaltschaft fand bei einer Razzia das Gutachten, das auch diese Missetat von SAP belegte. Das Unternehmen reichte aber Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein und wehrte sich gegen die Nutzung des Gutachtens als Beweismittel. Das oberste Gericht wies die Beschwerde ab. Das zugehörige Verfahren wurde 2007 eingestellt, allerdings musste SAP 250.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Auch aktuell ist wieder einmal ein SAP Datendiebstahl in der Verhandlung: Es geht um die Firma Teradata aus den USA, die SAP der Industriespionage und des Diebstahls geistigen Eigentums beschuldigt. Der Fall ist noch in der Verhandlung. Natürlich weist SAP alle Vorwürfe zurück, doch ein schaler Beigeschmack bleibt. Warum ist das Unternehmen immer wieder in derlei Vorwürfe verwickelt, wenn angeblich kein Fünkchen Wahrheit daran haftet?

Über SAP

Im Jahr 1972 gründeten fünf junge Unternehmer das heute so erfolgreiche Unternehmen SAP. Sie schlugen eine neue Richtung ein und brachten damit die IT in Unternehmen auf einen neuen Weg. Man hatte von Anfang an das Ziel, dass Unternehmen ihrer Konkurrenz voraus sein müssten. Der Entdecker- und Unternehmergeist der Gründer führte dazu, dass SAP heute mehr als 400.000 Kunden zählt, weltweit aktiv ist und bei den Projekten auf ein globales Partnernetzwerk zugreifen kann. Es geht um Flexibilität, um das maschinelle Lernen und um das Internet der Dinge. Neue Analyseverfahren werden entwickelt, mit denen das anwendende Unternehmen immer noch ein bisschen besser werden kann.

Weitere Auskünfte zur Unternehmenstätigkeit und zu neuen Produkten sind über den deutschen Pressekontakt erhältlich:

SAP Deutschland SE & Co. KG
Dana Roesiger
Hasso-Plattner-Ring 7
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Tel.: +49 6227 763900
E-Mail: dana.roesiger@sap.com

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