Einzelhandelsbetriebe: 5 Beispiele

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Was fällt in Deutschland unter „Einzelhandelsbetriebe„? Beispiele für Klassiker und ungewöhnliche Einzelhändler zeigen wir heute. Einige davon kennen Sie bestimmt, andere überraschen gewiss.

Einzelhandelsbetriebe: 5 Beispiele in Deutschland

Wer an Einzelhandelsbetriebe denkt, dem fällt sicher zuerst der Tante-Emma-Laden ein. Doch der Einzelhandel mit einem Jahresumsatz von etwa 500 Milliarden Euro stellt einen der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland dar – und spielt sich zumeist in Supermärkten und auf Ladenflächen über 500 m² ab.

Umgekehrt geben die Deutschen etwa ein Drittel aller konsumbezogenen Gelder im Einzelhandel aus – so im Jahr 2018. Dennoch gibt es ein paar schnieke Einzelhandelsbetriebe, die noch ein wenig Individualität und das Flair von „damals“ haben.

Beispiel #1: die Schwarz-Gruppe

Ein der nicht ganz so bekannten Beispiele für Einzelhandelsbetriebe in Deutschland ist die Schwarz-Gruppe. (Foto: shutterstock - Ralf Liebhold)

Ein der nicht ganz so bekannten Beispiele für Einzelhandelsbetriebe in Deutschland ist die Schwarz-Gruppe. (Foto: shutterstock – Ralf Liebhold)

Einer der ganz großen Einzelhandelsbetriebe ist die Schwarz-Gruppe. Unter dem nicht ganz so bekannten Namen „Schwarz“ laufen die wesentlich
bekanntere Lidl Stiftung & Co. KG und die Kaufland Stiftung & Co. KG.

Beide zusammen meldeten für das Fiskaljahr 2019 einen Umsatz von etwa 80 Mrd. Euro. Dabei muss man bedenken, dass hier nicht nur Einzelhandelsbetriebe den Namen tragen, sondern auch weitere Produktionsbetriebe in der Schwarz-Gruppe enthalten sind.

  • das Recycling-Unternehmen PreZero
  • die Großbäckerei Bonback
  • die Schokoladenfabrik Solent
  • der Getränkehersteller MEG
  • der Eiscreme-Produzent Bon Gelati

Beispiel #2: eBay-Händler

Die Einzelhandelsbetriebe der eBay-händler sind noch am ehesten mit dem althergebrachten Kaufmann vergleichbar, wenn auch hier die Umsetzung vorwiegend digital ist.

Die Einzelhandelsbetriebe der eBay-händler sind noch am ehesten mit dem althergebrachten Kaufmann vergleichbar, wenn auch hier die Umsetzung vorwiegend digital ist.

Einzelhandelsbetriebe haben nicht immer ein Ladengeschäft – wie man vielleicht meinen könnte. Die Zunft der eBay-Händler wie etwa Jutta Maria Baader („juba“) aus Weißenhorn bietet ihre Waren auf der Online-Plattform eBay feil.

Welcher ebay-Käufer käme auf den Gedanken, hier einen der Einzelhandelsbetriebe nach der Adresse des Ladengeschäfts zu fragen? Das Shoppen „in der Bucht“ geschieht von der Couch aus und ist bequem. Die Ware nimmt ihren Weg aus dem Lager per Paketdienst zum Käufer.

Beispiel #3: „Aale-Dieter“ vom Fischmarkt in Hamburg Altona

Eines der bekannteren Beispiele für Einzelhandelsbetriebe in Deutschland: Aale Dieter vom Fischmarkt in Hamburg-Altona. (Foto: shutterstock - geogif)

Eines der bekannteren Beispiele für Einzelhandelsbetriebe in Deutschland: Aale Dieter vom Fischmarkt in Hamburg-Altona. (Foto: shutterstock – geogif)

Wussten Sie, dass einer der Inhaber eines der bekanntesten Einzelhandelsbetriebe auf dem Hamburger Fischmarkt eine CD mit Schlagern herausgebracht hat? „Wovon kann ein Mensch denn schon träumen?“ hieß sie.

Wenn die Stimme von Aale Dieter (bürgerlich: Dieter Bruhn) zum Kauf von Lachs und Aal ruft, dann kann sie dies auch deswegen so gut, weil Aale Dieter eine klassische Gesangsausbildung genossen hat. Er wurde am 21. Januar 1939 in Hamburg geboren und wurde vom Manager Magazin im Jahr 1989 zu einem der zehn besten Verkäufer Deutschlands erkoren.

Beispiel #4: der Einzelhandel in den Alster Arkaden

Feinsten Einzelhandelsbetriebe und edle Gastronomie findet sich in den Alsterarkaden in Hamburg unweit des Jungfernstiegs. (Foto: shutterstock - trabantos)

Feinsten Einzelhandelsbetriebe und edle Gastronomie findet sich in den Alsterarkaden in Hamburg unweit des Jungfernstiegs. (Foto: shutterstock – trabantos)

Der Hamburger besucht sie gerne, die Alsterarkaden. Und die vorübergehenden Hanseaten, die Touristen, tun es ihnen gleich. Die Einzelhandelsbetriebe in den Alsterarkaden sind ausgesuchte Beispiele Hanseatischer Kaufleute, die zudem mit außergewöhnlichen Waren zu glänzen wissen. Wer schon einmal dort war, der kann ein Lied davon singen.

  • Godiva Chocolatier:
    Lukullische Genüsse für anspruchsvolle Gaumen, bei denen man garantiert nicht an Einzelhandel denken kann, auch wenn es so ist: belgische Trüffel, Pralinen und Schokoladen.
  • Pier 67:
    Einzelhandelsbetriebe, bei denen man mit jedem Schritt eine Planke knarzen und den Seegang gegen die Bordwand schlagen hört, gibt es nur in Hamburg. Klar, dass hier maritimer Look und sportive Racing-Kollektionen geboten werden.
  • Swatch Flagship Store:
    Zeitmessung in zeitgemäßer Form ist für viele Deutsche ein Stück Sammlerleidenschaft.
  • Alsterarkaden Apotheke:
    Hier treffen sich Einzelhandel und Medizin.
  • Arkaden Café:
    Dies ist sicher keiner der Einzelhandelsbetriebe, aber eine höchst angenehme Station zum verweilen dazwischen.
  • Restaurant Saliba:
    Auch hier kommt der Einzelhandel etwas zu kurz. Dafür darf sich der Gaumen austoben.

Beispiel #5: Leonidas Pralinen & Co.

Einzelhandelsbetriebe der besonderen Art sind die Pralinenshops von Leonidas, Wagner, Peters, Rauschspiegelt & Co. (Foto: shutterstock - LightField Studios)

Einzelhandelsbetriebe der besonderen Art sind die Pralinenshops von Leonidas, Wagner, Peters, Rauschspiegelt & Co. (Foto: shutterstock – LightField Studios)

Vielfach stehen Franchisenehmer oder deren Personal hinter der Ladentheke. Die Rede ist von den unzähligen Pralinenshops in Deutschland. Leonidas ist eine der bekannteren Marken darunter. Im Jahr 1913 gründete Leonidas Kestekides das schokoladige Unternehmen.

Der Name hat sich zu „Confiserie Leonidas“ geändert und es sind nicht weniger als über mehr als 1030 Verkaufsstellen bzw. Einzelhandelsbetriebe in 32 Ländern entstanden. Die Einzelhandelsbetriebe adressieren unser Lifestyle-Gefühl.

Man sollte nicht vergessen, dass der Umsatz mit Schokolade im Jahr 2021 den Betrag von 4.519 Mio. Euro erreichen wird – so statista. Das sind immerhin 53,87 Euro pro Kopf. Hätten Sie gedacht, dass der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2021 bei etwa 5,8 kg liegt.

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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