Blockplatzierung: Definition, Vorteile und Beispiele

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Blockplatzierung ist die Platzierung von gleichartigen Artikeln in vertikaler Richtung. Somit kommen beispielsweise alle Honigsorten in einem Regal vertikal übereinander zu stehen.

Blockplatzierung: Definition

Die Blockplatzierung ist die Platzierung von Artikeln mit gemeinsamen Merkmalen im Regal vertikal übereinander. Dabei kann als gemeinsames Merkmal

  • der Hersteller
  • die Warengruppe

dienen. Eine Verbundplatzierung von Artikeln aus einer Bedarfsbündelung würde man nicht als Blockplatzierung bezeichnen.

Blockarten

Bei der Warenpräsentation wird noch nach Blockarten unterschieden.

  • Der Hersteller-Block

    Im Hersteller-Block stehen alle Artikel des Herstellers nebeneinander.

  • Der Verwendungsblock

    Hier werden bedarfsähnliche oder verwendungsähnliche Artikel nebeneinander im Regal platziert.

  • Der Kreuzblock

    Der Kreuzblock ist eine Mischform der beiden anderen Blöcke und soll die Vorzüge der beiden anderen Blockarten vereinen.

Bei einer Studie der POS-Marktforschung plan + impuls stellte es sich heraus, dass Kunden den Kreuzblock mit vertikalen Markenblöcken bevorzugen. Der Test wurde mit 120 Probanden durchgeführt. Dabei hatten die Probanden unterschiedliche Aufgaben, die an der gleichen Produktplatzierung getestet wurden. Gemessen und bewertet wurde die Orientierungsdauer, die Abverkäufe sowie eine Teilnehmerbefragung. Je nach Aufgabenstellung fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus.

Blockplatzierung: Vorteile

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Der Vorteil der Blockplatzierung ist sehr simpel. Die Anordnung der zusammengehörigen Produkte gibt dem Kunden Sicherheit. Hier verwechselt er keine Produkte mehr, greift ganz sicher das gewünschte Produkt. Die Blockplatzierung wird oftmals in der Theke angewendet.

Der Vorteil der Blockplatzierung kommt allerdings nur bei perfekter Umsetzung zum Einsatz. Hierzu zählt beispielsweise auch die Kennzeichnung der Produkte und auch die Verwendung von Mehrfach-Facings, also die gezielte Gestaltung der Regalfront. Die Umsetzung ist hier wichtiger wie die Art der Platzierung.

Blockplatzierung: Beispiele

Beispiel #1: Knorr-Tütensuppen

Auf dem nachfolgenden Bild sehen wir die Blockplatzierung von Knorr-Tütensuppen. Die Tütensuppen des Herstellers belegen alle Regalebenen. Jeder Artikel erhielt allerdings nur ein Facing.

Mehrfach-Facings bewirken ein Mehr an Aufmerksamkeit für den Artikel. So können Mehrfach-Facings auch den Standort mit einer ungünstigen Platzierungshöhe teils ausgleichen. Noch stärker wirkt die Ausleuchtung von Produkten im Regal. In der Spitze bewirkt eine perfekte Ausleuchtung Mehrumsätze von bis zu 25 Prozent.

Beispiel für eine Blockplatzierung: Tütensuppen des Herstellers Knorr. (Foto: shutterstock - Ralf Liebhold)

Beispiel für eine Blockplatzierung: Tütensuppen des Herstellers Knorr. (Foto: shutterstock – Ralf Liebhold)

Beispiel #2: Marmeladen

Auch das zweite Beispiel ist eine Blockplatzierung. Hier stehen Marmeladen unterschiedlicher hersteller im Regal und belegen vertikal alle Ebenen des Regals. In den oberen beiden Etagen sind es Marmeladen des Herstellers „Zentis“. In den unteren Ebenen finden sich Produkte von „Schwartau“ und anderen Herstellern. Die gemeinsame Eigenschaft ist in diesem Fall die Zugehörigkeit zur Gruppe der „Marmeladen“.

Das zweite Beispiel für eine Blockplatzierung zeigt Marmeladen verschiedener Hersteller. (Foto: shutterstock - defotoberg)

Das zweite Beispiel für eine Blockplatzierung zeigt Marmeladen verschiedener Hersteller. (Foto: shutterstock – defotoberg)

Beispiel #3: Bioprodukte

Manche Produkte wie Bioprodukte werden

  • in Zuordnung

    Die Produkte stehen eingeordnet in das übrige Sortiment des Supermarktes.

  • als Blockplatzierung

    Die Produkte stehen dann als eigenständiger „Bioblock“ in einer Produktgruppe.

  • als doppelte Platzierung

    Hier werden die Bioprodukte ebenso zugeordnet wie geblockt platziert.

Interessanterweise ist gerade bei Bioprodukten genau dann eine bis zu 50%ige Umsatzsteigerung erzielbar, wenn diese dem Sortiment der konventionellen Lebensmittel zugeordnet und nicht in Blockplatzierung platziert werden. In solchen Fällen können Einzelhändler mit großen Verkaufsflächen zur doppelten Platzierung übergehen. Regelmäßige Bio-Kunden haben so alle Bioprodukte schnell im Überblick. Unregelmäßige Kunden finden die Bioprodukte hingegen im konventionellen Sortiment, wo diese Kunden sich aufhalten.

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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