Im April 2025 verzeichneten Verbraucher für handelsüblichen Bohnenkaffee einen Preisaufschlag von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mittel- bis langfristig stiegen die Preise seit April 2021 um 31,2 Prozent und liegen damit deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate. Parallel erhöhten sich die Importkosten für Rohkaffee um mehr als 50 Prozent durch extrem wetterbedingte Ernteeinbußen. Trotz höherer Preise wuchs das Importvolumen 2024 um über 14 Prozent, getragen von starken Zuwächsen bei brasilianischen Lieferungen.
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Bohnenkaffeepreise steigen um zwölf Komma zwei Prozent im April
Im April 2025 lagen die Endkundenpreise für handelsüblichen Bohnenkaffee um 12,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats April 2024, während Nahrungsmittel insgesamt lediglich um 2,8 Prozent und das allgemeine Preisniveau um 2,1 Prozent stiegen. Betrachtet man einen mittelfristigen Zeitraum von April 2021 bis April 2025, ergibt sich bei Bohnenkaffee eine Preissteigerung von 31,2 Prozent, die nahezu parallel zur Nahrungsmittelteuerung (+31,4 Prozent) verläuft und die Gesamtinflation (+18,8 Prozent) klar signifikant übertrifft.
Internationale Rohkaffee-Importpreise im April 2025 um 53,1 Prozent gestiegen
Die Einfuhrpreise für ungeröstete Kaffeebohnen lagen im April 2025 53,1 Prozent über dem Vorjahresmonat und gelten damit als wesentlicher Kostentreiber. Rohkaffee aus Amerika verteuerte sich um 61,8 Prozent, aus Asien und übrigen Regionen um 43,8 Prozent, aus Afrika um 23,2 Prozent. Gerösteter oder entkoffeinierter Kaffee verteuerte sich um 35,8 Prozent. Seit April 2021 hat der Rohkaffee-Index um 147,4 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung beeinflusst Produktionskosten und Verbraucherpreise, globale Nachfrage steigt stark.
April 2025 Erzeugerpreise nicht entkoffeinierter Röstkaffee steigen 43,3 Prozent
Producers verzeichneten im April 2025 gegenüber April 2024 deutliche Preissteigerungen für gerösteten Kaffee: Nicht entkoffeinierter Röstkaffee wurde um 43,3 Prozent teurer, entkoffeinierter Röstkaffee um 45,2 Prozent. Betrachtet man den Zeitraum von April 2021 bis April 2025, stiegen die Erzeugerpreise für nicht entkoffeinierten Röstkaffee um 86,1 Prozent und jene für entkoffeinierten Röstkaffee um 78,7 Prozent. Diese Entwicklung reflektiert erhebliche Kostensteigerungen entlang der gesamten Lieferkette. Röstkaffeeanbau und Verarbeitung sind betroffen. signifikant global.
Kaffeeimport 2024 trotz Preisanstieg um 14,1 Prozent weiterhin gestiegen
Im Jahr 2024 erreichte das Importvolumen von Kaffee, sowohl roh als auch geröstet, insgesamt 1,25 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2023 mit 1,09 Millionen Tonnen entspricht. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, stieg die jährliche Einfuhrmenge seit 2015 von 1,16 auf 1,25 Millionen Tonnen und verzeichnet somit ein Wachstum von 7,9 Prozent. Diese Entwicklung signalisiert eine anhaltend steigende Nachfrage auf dem deutschen Markt insgesamt.
Brasilien liefert 2024 insgesamt 516.000 t Kaffee, dominiert Import
Im Jahr 2024 hat Brasilien mit einer gelieferten Menge von 516.000 Tonnen einen Anteil von 41,4 Prozent am gesamten deutschen Kaffeeimport erzielt. Vietnam belegte mit 202.000 Tonnen und 16,2 Prozent den zweiten Platz, während Honduras mit 68.000 Tonnen 5,5 Prozent ausmachte. Kolumbien lieferte 53.000 Tonnen und kam auf 4,3 Prozent. Darüber hinaus lieferten Uganda, Italien und Peru jeweils rund vier Prozent zum Gesamtergebnis bei. Diese Verteilung unterstreicht die globale Marktstruktur.
Hohe Einfuhrkosten und Erzeugerpreise belasten Endverbraucher heute beim Kaffee
Die Auswertung des Statistischen Bundesamts verdeutlicht, dass neben globalen Ernteausfällen und extremen Wetterereignissen insbesondere die steigenden Einfuhr- und Erzeugerpreise die Kosten für Endverbraucher signifikant erhöhen. Kaffeeinteressierte müssen daher höhere Aufwendungen für Premiumbohnen einplanen, weil Schnäppchen seltener werden. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Sortenvielfalt erhalten, sodass Genießer weiterhin aus einem breiten Angebot wählen können und der Geschmacksreichtum in jeder Tasse gewährleistet ist. Konsumenten reagieren sensibel auf Preisschwankungen und suchen alternative Bezugsquellen.

