Wie finde ich einen Lieferanten?

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Das Internet ist eine optimale Plattform, um selbst zum Verkäufer zu werden. Dafür braucht es aber erst einmal die richtigen Waren und die richtigen Lieferanten. Doch wo findet man eigentlich einen guten Lieferanten und worauf ist zu achten?

Die Suche nach den passenden Produkten

Am Anfang ist es nur eine Idee: Selbst zum Händler zu werden ist für viele Menschen eine gute Möglichkeit, um ihren Unterhalt zu verdienen. Gerade in Zeiten, wo das Internet bei der Suche nach Produkten für die Konsumenten die erste Anlaufstelle ist, eröffnen sich natürlich beeindruckende Möglichkeiten. Neben dem Verkauf über Amazon, eBay und Co. gibt es noch die Variante, selbst einen Online-Shop zu eröffnen.

Das alles geht aber nicht ohne Produkte und schon gar nicht ohne Lieferanten. Daher ist es wichtig, sich in aller Ruhe zu überlegen, welche Produkte man selbst anbieten möchte, welche Anforderungen an den Lieferanten gestellt werden und dann erst auf die Suche zu gehen. Gerade bei der Auswahl der Produkte ist es wichtig, mehrere Aspekte in Betracht zu ziehen.

Die meisten Menschen haben bereits eine grobe Vorstellung davon, in welche Richtung der Handel gehen soll. Sie haben sich zumindest eine Branche ausgewählt. (#01)

Die meisten Menschen haben bereits eine grobe Vorstellung davon, in welche Richtung der Handel gehen soll. Sie haben sich zumindest eine Branche ausgewählt. (#01)

Die richtigen Produkte für den Online-Handel finden

Die meisten Menschen haben bereits eine grobe Vorstellung davon, in welche Richtung der Handel gehen soll. Sie haben sich zumindest eine Branche ausgewählt. Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die bei der Produktauswahl berücksichtigt werden sollten, damit es später nicht zu Problemen kommt. Es ist eine gute Idee, sich folgende Fragen zu stellen:

  1.  Welche Lagermöglichkeiten habe ich?
  2.  Womit kenne ich mich aus?
  3.  Wo liegen meine Interessen?
  4.  Hinter welchem Produkt stehe ich?

Die Antworten auf diese Fragen können die Auswahl der verschiedenen Produktvarianten für den Online-Handel schon deutlich eingrenzen. Ebenfalls mit hinein spielen die Nachfrage sowie die Konkurrenz. Es ist wichtig, dass beide Aspekte betrachtet werden. Es kann eine noch so gute Idee sein, Schmuck oder Technik anzubieten. Je größer die Konkurrenz, desto schwieriger wird es, sich hier zu behaupten.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, ein wenig zu streuen und vielleicht sogar mehrere Branchen für eine gewisse Zeit zu testen, bis schließlich entschieden wird, in welche Richtung es letztendlich geht. Aber auch hier ist es von Vorteil, wenn man sich selbst mit den Produkten auskennt und dementsprechend auch die Kunden von den Vorteilen überzeugen kann.

Die Suche nach den Lieferanten beginnt

Die Entscheidung für Produkte ist gefallen und nun geht es darum, einen Lieferanten zu finden. Dieser sollte nicht nur hervorragende Qualität, sondern auch pünktlich und zuverlässig liefern, schließlich gibt man seinen eigenen Namen für den Verkauf her. Wer hier von den Erfahrungen anderer Händler profitieren kann, der hat natürlich einen Vorteil, aber das ist nicht immer ganz einfach.

Für die Suche nach einem Lieferanten selbst gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Eine der beliebtesten Varianten ist die Verwendung von einem Anbieterportal oder dem Branchenbuch – online wie in Papierform.

Anbieterportale sind als Marktplätze zu sehen, die Firmen, Händler und Produkte zusammenbringen. Auf dem Marktplatz tummeln sich die verschiedensten Unternehmen aus allen Teilen der Welt und das ist für Händler natürlich eine tolle Sache. Sie können ganz in Ruhe Informationen und Kontaktdaten erhalten, sich interessante Lieferanten merken, diese anschreiben und die Angebote miteinander vergleichen.

 

Messebesuche für die Kontaktaufnahme

Gut ist es natürlich, wenn man die Produkte der Lieferanten selbst in der Hand halten kann und das funktioniert optimal auf Messen. Für so gut wie jede Branche gibt es Messen und auf diesen Messen stellen sich Unternehmen vor, die Produkte fertigen und sie anbieten. Gerade auf reinen Fachmessen kann man sehr gut fündig werden und mit den Unternehmen direkt in Kontakt treten.

Die Möglichkeit, persönlich miteinander zu sprechen, sich Angebote einzuholen und dabei auch direkt Vergleiche bei der Qualität ziehen zu können, darf nicht unterschätzt werden. Natürlich bedeutet es einen zeitlichen und auch einen finanziellen Aufwand, auf Messen auf die Suche nach Lieferanten zu gehen.

Dennoch kann es sich durchaus lohnen, diese Zeit zu investieren und damit auch auf Produkte von einer hohen Qualität zu setzen. Zudem kann es sinnvoll sein, selbst auf Messen auszustellen und in diesem Rahmen mögliche Lieferanten auf sich aufmerksam zu machen.

 

 Zudem kann es sinnvoll sein, selbst auf Messen auszustellen und in diesem Rahmen mögliche Lieferanten auf sich aufmerksam zu machen.(#02)

Zudem kann es sinnvoll sein, selbst auf Messen auszustellen und in diesem Rahmen mögliche Lieferanten auf sich aufmerksam zu machen.(#02)

Die Handelskammern als Ansprechpartner

Die Handelskammern sind für die Suche nach den richtigen Lieferanten ein sehr guter Ansprechpartner, denn hier gibt es jede Menge Möglichkeiten für die Recherchen, die in Anspruch genommen werden können. Eine sehr gute Idee ist die Kontaktaufnahme mit der Handelskammer auch dann, wenn man aus dem Ausland importieren möchte. Das ist heute ganz normal, denn gerade im Ausland gibt es viele Produkte zu deutlich günstigeren Preisen, wenn sie in größeren Mengen abgenommen werden.

Über die Handelskammern ist es möglich, mehr Informationen rund um den Import zu erhalten und zudem Kontakte den Auslandshandelskammern aufnehmen zu können. Das ist ein wichtiger Punkt, denn gerade bei dem Import aus dem Ausland ist es notwendig, gute Kontaktdaten zur Hand zu haben und bei Problemen schnell reagieren zu können, auch wenn es nicht möglich ist, persönlich mit dem Lieferanten in Kontakt zu treten.

Lieferanten aus China – besser als ihr Ruf

Es ist kein Geheimnis, dass viele Händler ihre Produkte in China ordern und hier einen Lieferanten suchen. Das ist natürlich in erster Linie eine Frage des Geldes. Dennoch muss bei einem Lieferanten aus China nicht auf eine gute Qualität verzichtet werden. Gerade Textilien aber auch Zubehör für Smartphones oder Gadgets lassen sich besonders günstig einkaufen und mit viel Gewinn wieder verkaufen. Gleichzeitig ist dies natürlich auch ein Gebiet, auf dem mit Vorsicht vorangegangen werden sollte.

Keine Angst brauchen Händler in Bezug auf die Kommunikation haben. Die meisten Lieferanten aus China kommunizieren in einem sehr guten Englisch, allerdings nur schriftlich. Bei Gesprächen am Telefon kann es passieren, dass es zu Missverständnissen kommt, da der starke Akzent es oft schwer macht, alles zu verstehen. Am besten ist es, über Mail in Kontakt mit potentiellen Händlern zu treten und sich auch alle Angebote schriftlich geben zu lassen.

So ist ein Vergleich möglich. Der Versand von Warenproben sollte ebenfalls angefordert werden, damit sich die Qualität einschätzen lässt. Wer einen oder mehrere gute Lieferanten in China gefunden hat, der hat hier in der Regel auch wirklich das große Los gezogen.

 Wer keinen soliden Finanzplan erstellt, der gerät schnell in eine Spirale. (#03)

Wer keinen soliden Finanzplan erstellt, der gerät schnell in eine Spirale. (#03)

Fehlendes Produktwissen – eine der größten Hürden beim Online-Handel

Es klingt so einfach: Sich für ein Produkt entscheiden, einen Lieferanten finden und schon kann der Handel beginnen. Was so leicht klingt, kann jedoch schnell zu einem Problem werden, wenn sich der Händler mit seinen Produkten nicht ausreichend auskennt. Auch auf der anonymen Plattform „Internet“ erwarten Kunden eine fundierte Beratung und fachliche Antworten auf ihre Fragen. Wer kundenorientiert arbeiten möchte, der sollte daher ausreichend Wissen über seine Produkte haben und auch seine Zielgruppe kennen.

Es reicht nicht, einen guten Lieferanten zu haben. Die Produkte müssen mit Herz und Information beworben werden. Ein weiterer Fehler, der häufig begangen wird, ist die falsche finanzielle Planung. Wer keinen soliden Finanzplan erstellt, der gerät schnell in eine Spirale. Zu große Bestellmengen beim Lieferanten um Geld zu sparen, zu hohe Kosten für die Lagerung der Waren und zu wenig Abnehmer für die Produkte – wichtig ist es, mit den Lieferanten erst einmal kleinere Abnahmemengen zu vereinbaren und diese bei Bedarf zu steigern. Nur so ist es möglich, auch auf die Nachfrage der Kunden reagieren zu können, ohne selbst zu große Verluste zu schreiben, wenn sich das Geschäft anders entwickelt als man es sich zu Beginn erhofft hat.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:Monkey Business-#01:Minerva Studio-#02:yaryhee-#03:contrastwerkstatt

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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