Mittelständische Unternehmen als Garant für Wirtschaftserfolg

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Immer noch gelten die deutschen Unternehmen als Garant für den Erfolg in der Wirtschaft – sie sind maßgeblich an Wachstum und steigender Beschäftigung in Deutschland geeignet. Vor allem die familiengeführten Unternehmen sind hier hervorzuheben, denn die Unternehmenskultur in Deutschland baut auf diese Einheit von Eigentum, Leitung und Haftung.

Aktionsprogramm des BMWi

Die deutschen Unternehmen des Mittelstandes sollen auch weiterhin an Wachstum und Globalisierung beteiligt bleiben. Daher hat das BMWi ein Aktionsprogramm ins Leben gerufen, mit dem die Wirtschaft ebenso wie die Firmen gestützt werden soll. Für insgesamt zehn Themenfelder wurden Maßnahmen entwickelt, die Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierung, Wachstum und weitere Aspekte berücksichtigen und fördern sollen.

Es geht in diesem Aktionsprogramm um die folgenden Punkte:

  1. Fördern des Unternehmergeistes
    Die Gründungsdynamik in Deutschland ist derzeit leicht rückläufig, diesem Problem soll begegnet werden. Das BMWi will die Begeisterung junger Unternehmer fördern und das Interesse an der Unternehmensnachfolge wecken. Die Erbschaftssteuer soll mittelstandsfreundlicher gestaltet werden, außerdem geht es um den Schutz von Arbeitsplätzen und Investitionen.
  2. Verstärkung von Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen
    Mit dem Aktionsprogramm soll es leichter sein, als junges Unternehmen an eine geeignete Finanzierung zu kommen. Mittelständler sollen laut BMWi nicht mehr gegenüber börsennotierten Unternehmen benachteiligt werden.
  3. Unterstützung künftiger Fachkräfte
    Der Mangel an Fachkräften ist ein allgegenwärtiges Problem. Mit dem Aktionsprogramm will das BMWi erreichen, dass der Bedarf an Fachkräften in nächster Zeit gesichert wird. Das gilt als größte Herausforderung für die deutsche Wirtschaft, denn zum einen steht das Land im schärfer werdenden Wettbewerb mit anderen Ländern, zum anderen stehen die Mittelständler innerhalb des Landes selbst unter Konkurrenz. Das BMWi will nun die Anerkennung und Attraktivität der dualen Berufsausbildung stärken, dafür wurde die „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ gegründet. Hier spielt die Frage der Integration von Flüchtlingen mit hinein, diese Einbeziehung ist abhängig von deren Qualifizierung.
  4. Abbau der Bürokratie vorantreiben
    Das Aktionsprogramm zielt auch darauf ab, die Bürokratie für Unternehmen herabzusetzen. Es soll möglich sein, eine effiziente Verwaltung und eine effektive Regulierung zu erreichen. Mittelständler sollen gezielt entlastet werden und von schlankeren Verwaltungsverfahren profitieren. Ausbildungs- und Arbeitsplätze können so leichter geschaffen werden, zu Wachstum und Investition wird besser beigetragen. Das sogenannte Bürokratieentlastungsgesetz führte bereits zu 1,4 Milliarden Euro Ersparnis, ein zweites Gesetz dieser Art ist in Planung.
  5. Nutzung der Digitalisierung
    Mobile Kommunikation steht für Mittelständler im Vordergrund, hinzu kommen Cloud Computing und soziale Netzwerke. Viele Unternehmen des Mittelstands schätzen die Bedeutung der Digitalisierung allerdings noch falsch ein und müssen besser sensibilisiert werden. Daraus können neue Geschäftsmodelle und optimierte Geschäftsprozesse entstehen. Gleichzeitig sind hier aber auch die Risiken erkennbar, für die ebenfalls eine gewisse Sensibilität geschaffen werden muss.
  6. Stärkung der Innovationskraft
    Das Aktionsprogramm will über Innovationen des Mittelstands erreichen, dass die Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen und internationalen Markt erhalten bleibt. Die mittelständischen Unternehmen sollen besser zusammenwirken können, sich aber gleichzeitig mit externen Partnern auseinandersetzen. Hier kommt auch die Globalisierung ins Spiel, die als Chance für den Mittelstand erkannt werden muss. Das BMWi setzt daher gezielt auf die Außenwirtschaftsförderung für Unternehmen, die den Schritt auf den internationalen Markt wagen. Gleichzeitig soll aber auch die europäische Mittelstandspolitik aktiver werden und es müssen auch weiterhin strukturschwache Regionen im Land gefördert werden.

Bildnachweis: © Fotolia – Laurentiu Iordache

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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