Mit Umfragen Geld verdienen: Heimarbeit oder Abzocke?

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Wer ein bisschen Cash nebenbei braucht und dazu recherchiert, stößt schnell auf die Möglichkeit bezahlte Umfragen zu machen. Doch lohnt sich diese Form der Nebentätigkeit? Wie viel Einkommen lässt sich tatsächlich pro Monat über bezahlte Umfragen erzielen? Auf was sollte man achten, wenn man mit Umfragen Geld verdienen möchte? Wie funktioniert das, mit Umfragen Geld zu verdienen? Wir reden Klartext.

Schnelles Geld mit Umfragen verdienen?

Im Grunde ist das Prinzip ganz einfach. Marktforschungsinstitute führen ständig eine Vielzahl an Umfragen durch, für die sie immer wieder neue Teilnehmer benötigen. Dabei ist die Zielgruppe der Umfrage sehr stark eingegrenzt. Das sogenannte Panel einer Umfrage gibt Variablen der Befragungszielgruppe, wie Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Einkommen, Berufsgruppe und noch vieles mehr vor. So stellen die Meinungsforschungsinstitute sicher, dass das Ergebnis der Umfrage später auch aussagekräftig ist.

Denn was nützt zum Beispiel eine Umfrage, über die Erfahrungen zu Gebissreinigern, wenn nur Kinder und Jugendliche ihr Meinung dazu abgeben? Die Institute benötigen also sehr viele potenzielle Teilnehmer, um immer genug Menschen für ein ganz bestimmtes Panel zu bekommen.

Der Weg über das Internet ist deswegen nur logisch. Denn hier erreicht man heutzutage praktisch jeden. Um den Anreiz für eine Teilnahme zu erhöhen, preisen die Marktforscher kleine Belohnungen aus, wenn man den Fragebogen ausfüllt. Neben Geldbeträgen sind das manchmal auch Prämien oder Gutscheine.

Video: ONLINE GELD VERDIENEN MIT UMFRAGEN – Der ultimative Webseiten Check für bezahlte Umfragen (Top 5)

Mit Umfragen Geld verdienen: So meldet man sich an

Wer vor hat mit Umfragen Geld zu verdienen, der muss sich zunächst bei einem entsprechenden Anbieter im Netz registrieren. Dabei gibt man möglichst genaue Informationen zur eigenen Person ab. Je mehr man bereit ist von sich preiszugeben, desto besser können die Institute passende Umfragen zuweisen. Das hat gleich zwei positive Effekte.

  1. Man bekommt meistens besser bezahlte Umfragen.
  2. Man läuft nicht Gefahr, dass Umfragen während der Befragung abgebrochen werden. Dann geht man nämlich leer aus.

Außerdem braucht der Anbieter auch eine Kontoverbindung, auf die das gesammelte Honorar ausgezahlt werden kann.

Tipp: Damit die Angaben zu Beginn lockerer von der Hand gehen, kann man hier oft schon die ersten Cent verdienen oder Punkte sammeln. Diese Einnahmen sind oft sehr hoch, weswegen sich allein schon deshalb eine Registrierung bei vielen unterschiedlichen Anbietern lohnt.

Ist alles erledigt, kann die neue Karriere in der Marktforschung auch schon starten. Entweder bekommt man bestimmte Umfragen zugeteilt, oder kann sich selbst welche aussuchen.

Bezahlte Umfragen: Wie wird abgerechnet?

Wer die ersten Klicks und Fragebögen abgearbeitet hat, bekommt schnell selbst ein Gefühl dafür, ob sich diese Form der Heimarbeit für ihn lohnt. Im Schnitt wird man etwa 1 € pro 10 Minuten Arbeitszeit verdienen. Bei vielen Anbietern kann man sich aber den Verdienst nicht sofort auszahlen lassen. Stattdessen sammelt man zum Beispiel erst einmal Punkte für jede erfolgreich abgeschlossene Umfrage. Erst wenn man die Auszahlungsgrenze erreicht hat, erfolgt auch diese.

Wer zuvor schon an sein Guthaben will, der hat manchmal die Möglichkeit sich Gutscheine anstatt einer Auszahlung geben zu lassen. So möchten die Anbieter sicherstellen, keine Teilnehmer zu verlieren, die nur wenig Zeit für die Arbeit in der Marktforschung erübrigen können. Denn liegt die Auszahlungsgrenze zum Beispiel bei 30 € muss man schon 5 Stunden durchgehend dafür Klicks in Fragebögen setzen.

Nicht jeder Fragebogen führt zu einer Auszahlung.

Nicht jeder Fragebogen führt zu einer Auszahlung. (#01)

Mit Umfragen Geld verdienen: Die Fallstricke

Bis jetzt wirkt es zwar mühsam mit Umfragen Geld zu verdienen aber könnte tatsächlich eine Option für Heimarbeit sein. Denn schließlich muss man nicht an einen bestimmten Arbeitsort und ist zeitlich völlig unabhängig. Man kann bequem zwischendurch seine Klicks setzen, wenn man gerade ein paar Minuten Zeit hat.

Allerdings gibt es eine Sache, die bezahlte Umfragen schnell unattraktiv machen können. Nicht jeder Fragebogen führt zu einer Auszahlung. Noch während man seine Klicks in das Formular setzt, prüft die Software im Hintergrund, ob man wirklich ins Panel passt. Auch werden die Antworten auf Konsistenz überprüft. So soll vermieden werden, dass Fragebögen nicht gewissenhaft ausgefüllt werden, sondern einfach irgendetwas angekreuzt wird.

Stellt die Software während der Bearbeitung Inkonsistenz fest, oder, dass der Befragte doch nicht ins Panel passt, bricht sie die laufende Umfrage ab. Eine Vergütung, für die bereits geleitete Arbeit gibt es dann nicht. Wem das öfter passiert, der verliert schnell die Lust an der Arbeit in der Marktforschung und wirft frustriert das Handtuch.

Ein weiterer Fallstrick ist der begrenzte Zugriff auf Befragungen, der es erschwert nur über einen Anbieter mit Umfragen Geld zu verdienen. Meistens bekommt man nämlich nur eine Einladung für 10 -15 Befragungen pro Monat zugewiesen. Wer mehr Geld verdienen möchte, der muss sich bei weiteren Anbietern für bezahlte Umfragen registrieren.

Das bedeutet aber auch, dass an unterschiedlichen Stellen die Auszahlungsgrenze überschritten werden muss. Selbst wenn man also für 100 Euro Umfragen ausfüllt, kann es passieren, dass man den Monat leer ausgeht, weil man die Hürde für eine Auszahlung nicht knackt. Wer auf ein regelmäßiges Einkommen aus Heimarbeit setzt, der muss hier sehr gut planen.

Wer mehr Geld verdienen möchte, der muss sich bei mehreren Anbietern für bezahlte Umfragen registrieren.

Wer mehr Geld verdienen möchte, der muss sich bei mehreren Anbietern für bezahlte Umfragen registrieren. (#02)

Die Hürden der bezahlten Umfragen als Heimarbeit zusammengefasst:

Hürde Konsequenz
Die automatische Prüfung stellt während der Umfrage fest, dass man nicht ins Panel passt. Die Umfrage wird ohne Honorar abgebrochen, der durchschnittliche Stundenlohn verringert sich dadurch.
Die automatische Prüfung stellt während der Umfrage inkonsistente Antworten fest. Die Umfrage wird ohne Honorar abgebrochen, der durchschnittliche Stundenlohn verringert sich dadurch.
Man wird nur zu einer begrenzten Anzahl an Umfragen pro Monat eingeladen. Das Erreichen der Auszahlungsgrenze zieht sich zeitlich in die Länge.

Ist es möglich, mit Umfragen ein passives Einkommen zu generieren?

Hier lautet die Antwort ganz klar „Nein“. Wer mit Umfragen Geld verdienen möchte, muss dafür auch immer aktive Arbeitszeit einrechnen. Das macht es aber einfacher abzuschätzen, ob der Aufwand sich lohnt. Denn der Stundenlohn nach jeder Arbeitssession ist sofort berechenbar.

Tipp: Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Geld für bezahlte Umfragen persönlich für einen drin ist sollte man tracken. Es empfiehlt sich, nieder zu schreiben, wie viel Zeit man für welche Umfrage investiert hat, und was der Lohn ist.

Video: ▶ Mit Umfragen Geld verdienen: So viel ist wirklich drin!

Mit Umfragen Geld verdienen: Das Wichtigste im Überblick

  • Im Schnitt bekommt man einen Euro pro 10 Minuten Arbeit.
  • Auszahlungsgrenzen können für diejenigen, die wenig Zeit investieren möchten zum Problem werden.
  • Pro Anbieter bekommt man nur eine begrenzte Anzahl an bezahlten Umfragen.
  • Die Auszahlung kann monetär, als Gutschein oder Prämie erfolgen.

Fazit: Mit Umfragen Geld verdienen ist mühsam

Wer den Weg in die Marktforschung einschlägt, und bezahlte Umfragen als Möglichkeit der Heimarbeit nutzen möchte, der muss einen langen Atem haben. Der Verdienst ist mit durchschnittlich 6 Euro in der Stunde nicht sehr hoch. Zudem verhindern Mechanismen wie Auszahlungsgrenzen oder eine Begrenzung der Umfrageanzahl pro Monat einen regelmäßigen Geldfluss.

Für Umfragen spricht dagegen die hohe Flexibilität. Man kann diese Heimarbeit orts- und zeitunabhängig durchführen, auf dem Weg zur Arbeit oder dem Studium, wenn sich Wartezeiten beim Arzt ergeben, in der Mittagspause oder nachts. Das ist praktisch und spricht vor allem all diejenigen an, die viel unterwegs sind und hier Leerlauf haben.

Dennoch gibt es weit lukrativere Möglichkeiten Geld zu verdienen als bezahlte Umfragen zu schreiben. Wem es aber Spaß macht die Fragebögen auszufüllen, der sollte sich gezielt auf die Probanden-Listen der Hersteller setzen lassen und Sachpreise absahnen. Diese lassen sich oft im Nachgang gut weiterverkaufen, für ein ordentliches Taschengeld nebenbei.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Halfpoint – #01: fizkes – #02: Black Salmon

Rebecca Liebig

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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