Trotz Digitalisierung: Handel und Logistik setzen auf analoge Etikettiermaschinen

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Obwohl die Digitalisierung auch im Mittelstand weiter voranschreitet, werden weiterhin analoge Technologien zur Etikettierung genutzt.

Der Weg hin zur Digitalen Transformation und Industrie 4.0 ist unumkehrbar und dennoch wird im Einzelhandel und in der Logistik die Etikettierung teilweise weiterhin mit einer analogen Etikettiermaschine oder einem Palettenetikettierer durchgeführt.

Etikettiermaschinen und Palettenetikettierer trotzen der Digitalisierung

Wenn man die Berichterstattung im Hinblick auf die aktuellen Trends in der Wirtschaft verfolgt, kommt man nicht am Thema „Digitale Transformation“ vorbei. Moderne Computertechnologie ermöglicht die datenbasierte Steuerung von Unternehmen und führt zu einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Wettbewerbsfähig bleiben die Firmen, die den Trend aufgreifen und sich ebenfalls in diese Richtung entwickeln.

Obwohl digitale Technologien auf dem Vormarsch sind und entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu einer Neuorientierung führen, gibt es immer noch Branchen, in denen analoge Technologien erfolgreich eingesetzt werden. Der Einzelhandel und der Logistikbereich nutzen weiterhin die Möglichkeiten der analogen Etikettiertechnik zur Kennzeichnung. Lagerbestände und Wareneingänge oder Retouren werden mit einer modernen Etikettiermaschine oder einem Palettenetikettierer gekennzeichnet. Im Einzelhandel kommen ebenfalls noch häufig analoge Preisauszeichner zum Einsatz.

Obwohl die Digitalisierung auch im Mittelstand weiter voranschreitet, werden weiterhin analoge Technologien zur Etikettierung genutzt (#01)

Obwohl die Digitalisierung auch im Mittelstand weiter voranschreitet, werden weiterhin analoge Technologien zur Etikettierung genutzt (#01)

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für die Preisauszeichnung?

In der Preisangabenverordnung (PAngV) regelt der Gesetzgeber die Pflichten des Einzelhandels gegenüber den Kunden. Einzelhändler müssen an den Regalen für den Endverbraucher eindeutig sichtbar eine Preisangabe über den Endpreis machen. Diese Verpflichtung betrifft alle Firmen, die gewerbsmäßig Waren und Dienstleistungen für einen Endkunden, also für den privaten Verbrauch, anbieten. Die Preisangabe muss eindeutig sein und deshalb auch die Umsatzsteuer sowie alle weiteren Preisbestandteile enthalten. Einzige Ausnahme von dieser Regel sind Pfandbeträge, die gesondert ausgewiesen werden dürfen.

Mit der Preisangabenverordnung soll der Endverbraucher vor missverständlicher Werbung geschützt werden. Die Verordnung besagt außerdem, dass die Preisangaben unmissverständlich den entsprechenden Produkten zugeordnet werden müssen, sodass der Konsument transparent informiert wird. Wird ein Gesamtpreis in Einzelpreise gesplittet, gilt auch für diese Einzelpreise, dass wieder alle Preisbestandteile einzeln aufgeführt werden und eine eindeutige Zuordnung möglich ist. Alle Angaben müssen darüber hinaus leicht erkennbar und gut lesbar sein.

Des Weiteren legt die Preisangabenverordnung für viele Waren die Notwendigkeit fest, einen Grundpreis anzugeben. Konkret sind davon die Produkte betroffen, die entsprechend ihrem Gewicht, ihrem Volumen, ihrer Fläche oder Länge angeboten werden. Es fallen somit nicht nur Lebensmittel, sondern auch Produkte wie Stoffe oder Pflanzenerde unter diese Bestimmung der Preisangabenverordnung. Der Einzelhandel muss in diesen Fällen auch noch eine deutlich zuordenbare Angabe zum Preis je Grundeinheit (beispielsweise je Liter, je 100 Gramm oder je Quadratmeter) machen. Für Waren und Dienstleistungen, bei denen die Frist für eine Lieferung oder Leistung mehr als vier Monate beträgt, ist es erlaubt, die Preise unter Änderungsvorbehalt anzugeben. Gleichzeitig müssen dabei die Liefer- und Leistungsfristen genannt werden.

Folgende Angaben sind bei den Preisauszeichnungen zwingend erforderlich:

  • Endpreis inklusive der Umsatzsteuer
  • Pfandgebühren müssen extra aufgeführt werden
  • bei vielen Produkten: Angabe des Grundpreises
  • bei langen Lieferzeiten: Angabe von Preisen unter Änderungsvorbehalt

Warum ist immer noch eine analoge Preisauszeichnung erforderlich?

Es gibt bereits digitale Regalschilder, doch diese sind noch nicht überall vorhanden und die Umstellung auf digitale Preisauszeichnungen ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Außerdem verlangt der Gesetzgeber eine Preisauszeichnung direkt auf der Ware. Zu diesem Zweck verwenden viele Einzelhändler nach wie vor mit einer Etikettiermaschine hergestellte Preisetiketten, die direkt auf die Produkte geklebt werden. Nicht jeder Verbraucher besitzt ein Smartphone, um QR-Codes zu scannen oder ist bereit, dieses bei seinem Einkauf zu nutzen. Die meisten Konsumenten möchten auf einen Blick klar und deutlich sehen, wie viel die Ware kostet.

Mit der Preisangabenverordnung soll der Endverbraucher vor missverständlicher Werbung geschützt werden. Die Verordnung besagt außerdem, dass die Preisangaben unmissverständlich den entsprechenden Produkten zugeordnet werden müssen, sodass der Konsument transparent informiert wird. (#02)

Mit der Preisangabenverordnung soll der Endverbraucher vor missverständlicher Werbung geschützt werden. Die Verordnung besagt außerdem, dass die Preisangaben unmissverständlich den entsprechenden Produkten zugeordnet werden müssen, sodass der Konsument transparent informiert wird. (#02)

Welche Vorteile hat eine digitale Preisauszeichnung?

Die digitale Preisauszeichnung hat einige Vorteile und wird deshalb, vor allem in großen Geschäften und den Filialen der Einzelhandelskonzerne, immer häufiger eingesetzt. Mit den digitalen Technologien ist es beispielsweise problemlos möglich, die Preisangaben zu ändern. Jederzeit, wenn gewünscht auch mehrmals am Tag, können neue Preise ins System eingegeben werden, das dann automatisch die Preisangaben am Regal und auf dem Produkt variiert.

Auch Werbeaktionen sind digital ganz einfach umsetzbar. Im Warenwirtschaftssystem werden dafür einfach ein paar Tasten bedient und schon erscheint der Werbepreis. Nach dem Ende der Werbeaktion erfolgt dann automatisch eine Rückkehr zum ursprünglichen Preis. Auf diese Weise wird den Mitarbeitern im Verkauf die Arbeit erleichtert und außerdem können die Einzelhandelsgeschäfte mit einer geringen Belegschaft arbeiten.

Welche Auswirkungen hat die digitale Preisauszeichnung?

Digitale Displays sind in immer mehr Läden zu finden und werden sich wahrscheinlich auch weiter ausbreiten. Große Elektro-Händler wie Saturn setzen beispielsweise zunehmend auf diese Mini-Bildschirme. Viele Händler erhoffen sich damit, besser gewappnet gegen die Konkurrenz der Online-Händler zu sein. Allgemein wird dadurch der Preisdruck steigen und immer häufiger besondere Rabattaktionen durchgeführt werden. Für die Händler ist die Umrüstung jedoch zunächst mit erheblichen Anfangsinvestitionen verbunden.

Video: Wie funktionieren die elektronischen Preisschilder? | Galileo | ProSieben

Vorteile der analogen Preisauszeichnung für den Einzelhandel

Trotz dieser Vorteile sind konventionelle Preisetiketten nach wie vor als Mittel zur Preiskommunikation sehr beliebt. Im Einzelhandel hat man zur Kenntnis genommen, dass die digitalen Preisauszeichnungen von den Konsumenten sehr misstrauisch beurteilt werden. Die Vorteile der digitalen Preisauszeichnungen, also die problemlos mögliche Veränderung der Preisangaben zu jeder Zeit, wird von den Verbrauchern so interpretiert, dass sich die Preise jederzeit zu ihren Ungunsten verändern lassen. Der Verbraucher registriert ganz genau, dass sich dem Einzelhandel mit digitalen Technologien neue Möglichkeiten bieten.

Das führt dazu, dass angenommen wird, dass diese neuen Möglichkeiten mit dem Ziel der Gewinnmaximierung eingeführt werden. Aus diesem Grund wirken analoge Preisschilder immer noch authentischer und glaubwürdiger. Auch die Etikettierung mit Sonderpreisen wird auf diese Weise vom Kunden besser wahrgenommen. Anders als bei den digitalen Preisauszeichnungen, wo der alte Preis verschwindet und nur noch der neue Preis angezeigt wird, sieht der Verbraucher hier neben dem Sonderpreis auch gleichzeitig den Normalpreis, da das entsprechende Etikett auf der Ware verbleibt. Darüber hinaus können Sonderangebote besonders farbig gekennzeichnet werden und fallen dann besser ins Auge.

Etiketten bieten den Einzelhändlern außerdem die Möglichkeit, bestimmte Kaufsignale zu setzen und Verbraucherhinweise direkt auf der Ware zu platzieren. Das können Hinweise auf Sale-, Abverkaufs- oder Saison-Aktionen sein.

Vorteile der analogen Preisauszeichnung für die Logistik

Auch im Bereich der Logistik sind nach wie vor oft konventionelle Etiketten zu finden, die mit einer innovativen Etikettiermaschine hergestellt werden. Hier werden die Preisauszeichnungen um Barcodes ergänzt, mit denen die Warenwirtschaft vereinfacht wird. Warenzugänge und -abgänge können mit den Barcodes besser verwaltet und die Inventur kann schneller und reibungsloser abgewickelt werden. Da das manuelle Eintippen der Preise entfällt, reduziert sich darüber hinaus die Fehlerhäufigkeit bei diesen Vorgängen. Niemand muss meterlange Preislisten eintippen. Es genügt, mit einem modernen Lasergerät die von der Etikettiermaschine erstellten Barcodes zu scannen. Dann werden die entsprechenden Informationen direkt ins Warenwirtschaftssystem eingepflegt.

Moderne Preisauszeichner erleichtern die Warenwirtschaft

Neben modernen elektronischen Warenwirtschaftssystemen, die mit Barcodes oder RFID-Chips arbeiten, werden im Einzelhandel auch noch traditionelle Preisauszeichner verwendet. Die handlichen Geräte werden Preispistolen oder Handauszeichner genannt und die damit gedruckten Preisetiketten können gleichzeitig als Informations- und Werbemedium genutzt werden. Die Preise und Verkaufsinformationen werden auf Etiketten aus Papier oder Kunststoff gedruckt. Einzelhändler können dabei zwischen verschiedensten Grund- und Druckfarben wählen.

Die modernen Geräte erfüllen hohe Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit. Es ist wichtig, dass die Etiketten- und Farbrollen schnell und mühelos gewechselt werden können, damit am Point-of-Sale, im Geschäft, die Preisauszeichnung reibungslos abläuft. Auch ergonomische Bedingungen müssen erfüllt sein, um große Warenbestände ohne Ermüdung schnell auszuzeichnen. Des Weiteren müssen die Preisauszeichner robust sein und Druckbilder liefern, die sauber und gut lesbar sind.

Video: Live von der BRAU Beviale 2012 – Stefan Richter spricht über Etikettiertechnik

Trends im Bereich der Etikettiertechnik

Eine innovative Etikettiermaschine wird immer noch in vielen industriellen Bereichen verwendet. Automatische Palettenetikettierer sind verbunden mit dem unternehmensinternen Warenwirtschaftssystem und ermöglichen somit die Realisierung von Zeitvorteilen durch integrierte Abläufe.

Kennzeichnungen sind in vielen Bereichen des Unternehmens unverzichtbar, damit Verwechslungen vermieden werden. Das betrifft nicht nur die einzelnen Artikel, sondern auch Paletten und Trays, die mit einem Palettenetikettierer gekennzeichnet werden. Für Versandunternehmen sind perfekte Etikettierungen eine wesentliche Voraussetzung für eine effiziente Unternehmensführung. Hier gehören eine automatisierte Etikettiermaschine und Palettenetikettierer zu den wichtigsten Anlagen des Unternehmens.

Eine automatisierte Etikettierung ist die Prämisse, um eine weitere Automatisierung zu ermöglichen. Ohne die entsprechenden Kennzeichnungen ist die angestrebte Digitalisierung nicht durchführbar, denn mit den Etiketten wird der digitale Datenaustausch perfektioniert. Die Etikettiermaschine oder der Palettenetikettierer helfen dabei, Zeit und Kosten zu sparen und Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu realisieren.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: boitano  -#01: Peter Vanco -#02: Dmitry Kalinovsky

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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