Digitaler Einzelhandel der Zukunft?

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Der Anteil des E-Commerce am Gesamtumsatz der deutschen Wirtschaft wächst stetig – die Zukunft des Einkaufens ist digital. Dieser Trend lässt sich nicht verleugnen und wird auch auf zahlreichen Messen und Ausstellungen verdeutlicht. So unter anderem auf der „Retail Future World“ im Mai in Nürnberg, auf der die Besucher sehen konnten, wohin die „Einkaufsreise“ in Zukunft gehen wird.

IT-Ausstattung für Unternehmen

Damit sich die Unternehmen an die wachsenden Bedürfnisse der Kunden besser anpassen können, brauchen sie eine passende IT-Ausstattung, mit der sie Kunden schneller und persönlicher bedienen können. Kunden wollen ihren Interessen entsprechend abgeholt und behandelt werden, sie wollen eine gute Bindung zum Unternehmen bzw. zum Verkäufer aufbauen. Gleichzeitig scheuen sie sich aber nicht davor, diese Bindung wieder zu lösen und sich einem anderen, attraktiveren Verkäufer zuzuwenden. Attraktiv ist, wer günstige Preise und guten Service anbietet, optimalerweise beides zusammen, notfalls auch einzeln.

Es ist heute nicht mehr damit getan, einen Laden schön zu dekorieren und die Produkte ansprechend zu präsentieren. In den Einzelhandel hat die moderne Technologie Einzug gehalten und „Mobile Couponing“, „RFID“ und „Electronic Shelf Labeling“ sind für viele Verkäufer längst keine Fremdwörter mehr, sondern in den Alltag mit eingebunden.

Was muss moderne Software können?

Die moderne Software im Einzelhandel soll den Alltag erleichtern. Der aktuelle Bedarf muss elektronisch zu ermitteln sein, auch Bestellvorschläge, die wiederum an das Zentrallager weitergeleitet werden, sind wichtig. Die Filialen sollen miteinander verbunden sein und Back Office-Aktivitäten müssen sinnvoll und einfach sein. Zu Letzteren gehören zum Beispiel die Erfassung neuer Artikel und Stammdaten sowie die Pflege von Daten aller Art.

Software im Einzelhandel soll aber auch den Einkauf des Kunden überwachen und leichter machen. Der Kunde kann den Artikel im Internetshop aussuchen und kaufen, dann den gesamten Weg bis zu sich nach Hause weiter verfolgen. Die Aktivitäten im Shop sollen für den Kunden nachvollziehbar und logisch, dabei aber sicher und bequem sein.

Da Einzelhandel nicht ohne Logistik auskommt, stehen auch hier neue Softwares und Technologien im Vordergrund. Warensteuerungsprozesse und Versandsysteme werden von den Entwicklern berücksichtigt und regelmäßig auf den Prüfstand gestellt.

Und wenn etwas nicht in Ordnung ist? Dann muss eine Reklamation schnell zu erfassen und zu bearbeiten sein. Für die Unannehmlichkeiten bekommt der Kunde vielleicht einen Gutschein – auch das soll automatisch und ohne großen Aufwand möglich sein. Für den Verkäufer bedeutet das, dass er mit modernsten Software arbeiten muss, die im besten Fall auch noch intuitiv zu bedienen ist. Im Fokus steht das ganzheitliche Einkaufserlebnis, welches auf einfachste Art möglich sein soll. Moderne Softwares nehmen den Einzelhändlern hier jede Menge Arbeit ab – allerdings sind sie meist mit einer zusätzlichen Schulung verbunden, ohne die sie nicht sinnvoll eingesetzt werden können. Denn bei aller Komplexität leidet doch oft das intuitive Bedienen.


Bildnachweis: © Fotolia – eatcute

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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