DHL Lieferprobleme: Vor Weihnachten besonders groß!

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DHL Lieferprobleme: Vor Weihnachten besonders groß!

Alle Jahre wieder DHL Lieferprobleme. Besonders ärgerlich kurz vor den Festtagen. Was für Probleme auftauchen können und wie das Paket mit hoher Wahrscheinlichkeit pünktlich zu Weihnachten geliefert wird.

Kommt das Paket pünktlich vor den Feiertagen an?

Die Schattenseiten des Online-Booms. Es ist ja so einfach, mit einem Klick auf dem Smartphone Waren zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen. Anbieter wie Amazon und Ebay verzeichnen Rekordumsätze und die Kunden sind glücklich über die Lieferung frei Haus. Das Problem: Speziell in der Weihnachtszeit wird so viel geordert, dass immer häufiger bei Paketdiensten wie DHL Lieferprobleme auftauchen. Spätestens zum 22. Dezember sollten Päckchen deshalb in die Post gegeben werden, aber am besten ein paar Tage früher.

Immer mehr Verbraucher warten tagelang auf bestellte Ware

Dieser Zustand entwickelt sich zu einem ernsthaften Problem. Kunden warten häufig mehrere Tage auf ihre online bestellten Produkte oder müssen sich in Packstationen gedulden, bis sie an die Reihe kommen. Laut dem Händlerbund, einem E-Commerce-Netzwerk, befürchtet jeder zweite Händler in Deutschland vor den Festtagen im Dezember bei Diensten wie UPS oder DHL Lieferprobleme. Die Beschäftigten in der Logistik sind überlastet und können nicht die gewünschte Menge an Bestellungen bearbeiten. Nach Angaben des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) wurden alleine 2017 30 Millionen Pakete mehr versendet als im Vorjahreszeitraum.

Speziell in der Weihnachtszeit werden unzählige Pakete an die Lieben versendet. Alle sind froh, wenn die Geschenke pünktlich zum Fest eintreffen. (#1)

Speziell in der Weihnachtszeit werden unzählige Pakete an die Lieben versendet. Alle sind froh, wenn die Geschenke pünktlich zum Fest eintreffen. (#1)

DHL Lieferprobleme: Weiterer Anstieg an Paketsendungen erwartet

Insgesamt wurden 2016 laut Bundesverband gigantische 3,16 Milliarden Pakete und Päckchen verschickt. Bereits 2021, so die Prognosen, kommt eine weitere Milliarde hinzu. Dass bei solchen Zahlen DHL Lieferprobleme entstehen, verwundert kaum. Es wird praktisch alles online bestellt: Von Möbeln über Heimwerkergeräten bis hin zu essbaren Sachen wie Pralinen oder Wurst. Aufgrund dessen warnt der DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband:“Die wachsende Transportnachfrage ist mit den vorhandenen Kapazitäten nur noch unter größten Anstrengungen zu bewältigen“.

Was hinzukommt: Die Pakete sollen ja nicht nur pünktlich ankommen. Auch Kartons und Versandpackungen müssen Haushalte und Händler in ausreichender Anzahl zur Verfügung haben, bevor etwas in die Post geht. Also Versandtaschen genauso wie Polster und ähnliches Füllmaterial, um sensible Waren gut zu schützen. Auch kleine Briefe werden an Verwandte und liebe Freunde gerne zu Weihnachten und zum neuen Jahr versendet. Am besten sollte man weit vor Weihnachten gut mit Briefen & Co. versorgt sein und diese erwerben. Zum Beispiel bei spezialisierten Anbietern, die Versandmaterial aller Art offerieren.

Lösungen in Sicht? Online-Branche und Städte wie Gemeinden arbeiten an Konzepten für eine bessere Effizienz

Eine Lösung können zentrale Lager für Versender wie Amazon oder Zalando sein. Dieses befinden sich an den Rändern von Städten und könnten von hier aus die Kunden in den Metropolen beliefern. Die Idee: Man fährt unterschiedliche Routen, steht deshalb weniger im Stau und kann als Folge mehr ausliefern. DHL Lieferprobleme oder Zustellungsprobleme anderer Anbieter könnten anhand dieser Methode verkleinert werden.

Drohnen und Roboter, die Waren ausliefern

Ein gewagtes Experiment, das zur Zeit noch erprobt wird, ist die Lieferung bestellter Waren mit speziellen Drohnen oder einem Lieferroboter. Die ersten Flugelemente liefern schon Waren aus, allerdings bisher nur in dünn besiedelten Gebieten an der amerikanisch-kanadischen Grenze sowie im englischen Cambridgeshire. Als Hindernisse gelten bestehende Luftfahrtgesetze sowie Skepsis bei nationalen Flugbehörden. Sicherheitsaspekte spielen hier eine Rolle und die per Drohne versendeten Pakete sind ohnehin nur bis 2,5 Kilogramm schwer. Eine weiträumigere Lieferung von Paketen mit Drohnen ist zur Zeit wenig realistisch.

Zu den Robotern: Können diese DHL Lieferprobleme lösen? Zumindest sind in einigen Städten wie Hamburg oder Düsseldorf kleine Roboter auf sechs Rädern unterwegs, welche per GPS gesteuert werden und Pakete ausliefern. Die Lieferroboter fahren selbstständig, halten an einer roten Ampel und weichen sogar Passanten aus, die ihnen entgegenkommen. Neueste Sensoren ermöglichen das Erkennen von Hindernissen im normalen Verkehr auf Straßen oder Gehwegen.

Das Paket ist pünktlich da. Ein Grund zur Freude und nicht alltäglich in den stressigen Tagen zum Jahresende. (#2)

Das Paket ist pünktlich da. Ein Grund zur Freude und nicht alltäglich in den stressigen Tagen zum Jahresende. (#2)

Eine mögliche Revolution der Lieferdienste

Auch die Roboter befinden sich in einer Testphase. Bisher werden sie als Pizza-Lieferdienst eingesetzt. Aber es spricht nichts dagegen, in Zukunft auch reguläre Sendungen per Roboter liefern zu lassen. Bücher oder Kleidung könnte mit diesen Helfern ohne große Schwierigkeiten ausgeliefert werden können. Das Bild auf unseren Straßen dürfte sich bei einem Erfolg der Lieferroboter deutlich ändern, so dass man fast von einer Revolution bei Versandlieferungen sprechen kann. Das Funktionieren der Robotor-Technik vorausgesetzt.

7 häufige Fehler beim Online-Shopping:

Unabhängig von Problemen bei der Lieferung: Jeder, der im Web etwas bestellt, sollte darauf immer achten:

  • Vergessen, das bestellte Paket zurückzusenden. Am besten sofort nach Erhalt die Bestellung ausprobieren und bei Nicht-Gefallen SOFORT das Etikett zur Rücksendung drauf. Vor die Wohnungstür stellen, damit man es nicht vergisst.
  • Zoll vergessen bei Bestellungen im Ausland. Außerhalb der EU kann es teuer werden. Aber meist erst ab einem Bestellwert von über 150 Euro. Also am besten unterhalb von diesem Wert bleiben.
  • vor der Bestellung prüfen, ob eventuell Gebühren für die Rücksendung anfallen.
  • nicht nach Hause liefern lassen (wegen Lieferproblemen oder weil man oft nicht zu Hause ist). Lösung: Postfach bei Paketstation oder direkt im Geschäft die online bestellte Ware abholen.
  • keine Anmeldung beim Newsletter. Da winken häufig attraktive Rabatte. Aber später darauf achten, dass man nicht mit Werbe-Mails überflutet wird.
  • kein Kundenkonto anlegen. Ein Konto ist wirklich zeitsparend, gerade bei häufigen Bestellungen.
  • Filterfunktionen im Onlineshop nutzen. Online-Shopping ist auch so einfach, weil man gezielt suchen und kann, zum Beispiel Kleider nur in einer bestimmten Größe. Diese Funktion unbedingt nutzen, spart Zeit

Hält man sich an diese Empfehlungen, kann Shopping via Handy oder Tablet noch viel mehr Spaß machen. Und wenn die Branche jetzt noch ärgerliche DHL Lieferprobleme in den Griff bekommt, freuen sich Händler wie Kunden. Und das nicht nur in der Zeit vor Weihnachten, denn an den Festtagen werden die Probleme bei der Auslieferung lediglich noch sichtbarer. Manchmal gibt es übrigens auch sehr einfache Lösungen, zügig an sein Paket zu kommen.

Eine weitere Möglichkeit, schnell an seine Online-Bestellungen zu kommen

Hermes oder DHL-Lieferprobleme können mitunter auch ganz simpel gelöst werden: Man holt sich sein bestelltes Paket einfach selber ab. In einem Paketshop oder Paketkasten. Das ist zwar etwas weniger bequem, kann aber Zeit sparen. Vor allem, wenn man in der Mittagspause die Möglichkeit hat, schnell sein bestelltes Paket abzuholen. Denn gerade an Samstagen kann es natürlich auch hier voll werden und eine Wartezeit ist oft erforderlich.

Oder man muss schlicht mehr bezahlen. Amazon Prime macht es vor und eine schnellere Lieferung wird versprochen. Solche Varianten über den Preis dürften in Zukunft noch häufiger angeboten werden. Es gibt schlicht zu viele Bestellungen und zu wenige Boten, die in überfüllten Straßen ihre Pakete zügig ausliefern können. Es wird angesichts der zu erwartenden Steigerungsraten vermutlich wenig andere Möglichkeiten geben. Zu Hause zu warten und ungeduldig aufs Paket zu warten, wird also vermutlich immer häufiger die Regel denn die Ausnahme.

Auch dieses Paket vom Weihnachtsmann wurde bestimmt von einem Lieferdienst zugestellt. (#3)

Auch dieses Paket vom Weihnachtsmann wurde bestimmt von einem Lieferdienst zugestellt. (#3)

Die Zukunft des Online-Handels erscheint trotzdem positiv

Trotzdem: Der Erfolg des Online-Handels ist wohl nicht gefährdet. Selbst wenn man einmal zur Packstation gehen muss. Es bleibt einfach unschlagbar simpel, via Smartphone von überall irgendetwas zu bestellen. So ist auch Michael Gerling vom Kölner Institut EHI überzeugt: „Das wird den Onlinehandel nicht aufhalten. Der Markt wird nicht an diesem logistischen Engpass scheitern. Man wird sich da was einfallen lassen“.

Die Frage ist nur, was? Vielleicht müssen Verbraucher doch mehr zeitliche Kompromisse beim Bestellen und der Lieferung im Internet machen. Dann kommt das Paket statt morgen eben erst zwei Tage später. Oder vielleicht gibt es aber in einigen Fällen sogar eine Renaissance der Innenstädte und man kauft wieder mehr in der City oder dem Einkaufszentrum ein. Das kann gerade in der Weihnachtszeit mit den geschmückten Innenstädten eine ganz besondere Freude sein. Wobei der Weihnachtshandel bei Verantwortlichen kontrovers diskutiert wird. Siehe hier.

Fazit: Online-Shopping ist „in“ und die Anzahl ausgelieferter Pakete wird in den nächsten Jahren weiter dramatisch zunehmen. Mehr als eine Milliarde Pakete mehr sollen es alleine bis 2021 werden. DHL Lieferprobleme sind da vorprogrammiert und das nicht nur in der Weihnachtszeit. Lösungsvorschläge gibt es zuhauf. Andere Routen für die verschiedenen Paketdienste, um die Straßen zu entlasten oder spezielle Drohnen und Roboter, welche den Kunden das Paket direkt an der Haustür abliefern.

Bestimmte Leistungen wie die extraschnelle Lieferung noch am selben oder nächsten Tag werden in Zukunft vermutlich noch teurer werden. Es läuft also auch hier wieder einmal auf höhere Kosten hinaus. Bequemlichkeit kostet und wer noch jünger und beweglicher ist, kann Pakete auch in Packstationen oder direkt im Laden abholen. Ein Vorschlag, der nicht bei allen gut ankommen wird, aber der angesichts der Schwierigkeiten, Pakete pünktlich auszuliefern, immer häufiger in den nächsten Jahren genutzt werden wird.

Weitere Alternativen ist das verstärkte Shopping in den Innenstädten. Da sind auch Kommunen und Händler vor Ort gefragt, um dieses wieder attraktiver zu gestalten. Mit hübschen Fassaden und einem guten Sicherheitsgefühl kann das Einkaufen „offline“ wieder zu einem echten Erlebnis werden. Es bedarf also der Anstrengung vieler Seiten, die auftretenden Lieferprobleme wenn nicht zu lösen, doch zu reduzieren. Da sind eben neben den privaten Haushalten auch die Lieferdienste wie DHL, Hermes & Co. gefragt, die Händler wie Amazon oder Zalando sowie der Staat vor allem in Form der Städte und Gemeinden. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, erscheinen die Probleme in der Lieferung online bestellter Waren lösbar. Jeder muss sich in diesem Zusammenhang der Ernsthaftigkeit und Notwendigkeit seines Handelns bewusst sein und sich vor Augen führen, dass es im Interesse aller ist, DHL Lieferprobleme in den Griff zu bekommen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: decathlon -#1: stockfour -#2: Nestor Rizhniak -#3: Pressmaster

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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