Cannabisöl: Vorteile & Nachteile

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Immer ist zu lesen und zu hören, dass die Einnahme von Cannabisöl nur Vorteile hätte. Doch einige wenige Nachteile sind ebenso vorhanden. Sie begründen aber nicht den Verzicht auf das wertvolle Öl.

Wie setze ich selbst Cannabisöl im gesundheitlichen Bereich ein?

Große Vorteile bei Cannabisöl liegen sicherlich in der Verfügbarkeit: Es ist legal in der Apotheke oder in Internetversandhäusern erhältlich. Ein ärztliches Rezept ist dafür nicht nötig, wenngleich es möglich ist, dass es Ärzte ihren Patienten verschreiben. Vor allem bei Langzeittherapien und Behandlungen mit hoch dosiertem Cannabisöl ist ein Rezept hilfreich, da das Öl in höherer Konzentration nicht eben günstig ist.

Wer Hanföl auf eigene „Verordnung“ einsetzen und einen gesundheitlichen Nutzen daraus ziehen möchte, sollte die folgenden Dinge beachten:

  • vorsichtige Erstdosierung
  • Steigerung der Dosierung je nach Wirksamkeit
  • auf hochwertiges Cannabisöl setzen
  • nur von seriösen Anbietern kaufen
  • das Öl darf nicht mit Konservierungsstoffen versetzt sein

Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte lassen sich die Vorteile des Cannabisöls ausschöpfen und eine gesundheitlich positive Wirkung erzielen. Empfindliche Menschen sollten vor der ersten Einnahme ihr Vorhaben mit einem Arzt besprechen, dieser kann auch noch genauer über die positiven Wirkungen des Cannabisöls aufklären. Außerdem sollte dem bei einer schweren Erkrankung behandelnden Arzt kundgetan werden, wenn Tropfen oder Kapsel mit Cannabisöl eingenommen werden.

Cannabisöl ist legal in der Apotheke oder in Internetversandhäusern erhältlich. (#01)

Cannabisöl ist legal in der Apotheke oder in Internetversandhäusern erhältlich. (#01)

Wie wirkt Cannabisöl?

Cannabisöl ist auch unter dem Namen „CBD Öl“ bekannt und beinhaltet Cannabidiol. Streng genommen sind aber beide verschiedene Varianten, werden lediglich im Volksmund gern synonym verwendet. Der Wirkstoff Cannabidiol ist den körpereigenen Endocannabinoiden sehr ähnlich. Es bewirkt eine Regulation des vegetativen Nervensystems, beruhigt und entspannt. Psychoaktive Wirkungen lassen sich beim Cannabisöl nicht erkennen, denn die verwendete Hanfpflanze besitzt kein THC. Genau dieses ruft aber beim normalen Hanf, der nicht zu medizinischen Zwecken, sondern als Rauschmittel eingesetzt wird, die Rauschzustände hervor.

Cannabinoide wirken antioxidativ, das heißt, sie greifen freie Radikale auf und verhindern deren schädliche Wirkung. In Tierversuchen mit Ratten konnten Nervenschädigungen verhindert werden, wenn die Tiere gleichzeitig CBD und hohe Mengen Alkohol erhielten.

Zudem wird CBD auf den sogenannten CB1-Rezeptor,
der wiederum für Herzfrequenz und Appetit zuständig ist.

Der Wirkstoff ist in der Lage, die Herzfrequenz zu verlangsamen, gleicht damit den Kreislauf aus und beruhigt. Außerdem reguliert es den Appetit, daher kann das Öl auch im Rahmen von Diäten eingesetzt werden.

Die Ausschüttung von Anandamid wird im Körper gesteigert, was eine antipsychotische Wirkung zur Folge hat. Hierzu gibt es sogar positive Berichte vonseiten der Neurologen und Psychiater, die Schizophrenie behandeln und dafür Cannabisöl einsetzen.

CBD Öl wirkt darüber hinaus gegen Entzündungen, kann das Wachstum von Hirntumoren hemmen und wirkt vor allem schmerzlindernd. So wird es auch bei der Behandlung von Patienten eingesetzt, die eine Chemotherapie erhalten oder die unter starken Schmerzen leiden. Cannabisextrakte sind kleine Wunderhelfer und angesichts dieser Vorteile erscheinen die Nachteile als verschwindend gering.

Außerdem reguliert CBD den Appetit, daher kann das Öl auch im Rahmen von Diäten eingesetzt werden. (#02)

Außerdem reguliert CBD den Appetit, daher kann das Öl auch im Rahmen von Diäten eingesetzt werden. (#02)

Was unterscheidet CBD von Cannabisöl?

Die gesundheitlich fördernde Wirkung beider Varianten steht außer Frage. Doch es ist ein Unterschied, ob von Cannabisöl oder von CBD die Rede ist:

Normalerweise beinhaltet Cannabisöl THC und
erreicht damit eine psychoaktive Wirkung.

CBD hingegen ist ebenfalls ein Wirkstoff der Cannabisextrakte, fällt aber nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Beide, sowohl CBD als auch THC, zählen zu den Cannabinoiden, ihre Anteile in der Hanfpflanze variieren aber je nach Sorte. Inzwischen gibt es Sorten, die nur einen sehr geringen Anteil an THC aufweisen, dafür aber reich an CBD sind.

Sofern der THC-Anteil unter 0,2 Prozent liegt,
dürfen die betreffenden Pflanzen
zur Herstellung von CBD-Pl verwendet werden.

Im Endprodukt ist der Anteil an THC noch einmal geringer, weshalb auch dieses Mittel frei verkäuflich ist.

Cannabisöl hingegen fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und muss vom Arzt verschrieben werden. Und es gibt noch eine Variante: Das bekannte Hanföl ist völlig frei von berauschenden Stoffen und wird zur Nahrungsmittelherstellung und –verfeinerung verwendet. Es entstammt den gepressten Samen der Hanfpflanze und wartet weder mit THC noch mit CBD auf.

Die wichtigsten Unterschiede finden sich in der medizinischen Anwendung: Cannabisöl wirkt gegen Entzündungen und Schmerzen, löst Krämpfe und regt den Appetit an. Es wirkt überdies gegen Übelkeit und Erbrechen, je nach Dosis werden psychoaktive Reaktionen und Rauschzustände erreicht. CBD-Öl hingegen gleicht das Immunsystem aus, stärkt dieses und hindert es an überschießenden Reaktionen, die nicht selten zu einer Allergie führen können. Außerdem wirkt das Öl gegen Entzündungen, es entkrampft und wirkt Psychosen entgegen.

Was versprechen sich Anwender von Cannabisöl?

Anwender versprechen sich schon mit der ersten Einnahme größte Erfolge. (#03)

Anwender versprechen sich schon mit der ersten Einnahme größte Erfolge. (#03)

Angesichts der Loblieder, die auf Cannabisöl gesungen werden, scheint es kaum Nachteile zu geben. Anwender versprechen sich demnach schon mit der ersten Einnahme größte Erfolge, was auch durchaus verständlich ist. Vor allem die Menschen,

  • die unter dauerhaften Schmerzen leiden,
  • die Stimmungsschwankungen oder
  • Angstzustände beklagen und bei denen
  • entzündliche Prozesse im Körper ablaufen,

erhoffen sich eine Linderung all ihrer Beschwerden.

Anwender sehen in Cannabisöl die Möglichkeit, eine Alternative zu den üblichen Schmerzmitteln zu erhalten, was wiederum die oft zahlreichen und schwerwiegenden Nebenwirkungen reduzieren kann. Die Einnahme von Kapseln oder Tropfen soll auch bei unspezifischen Krankheitssymptomen helfen, Beschwerden zu lindern oder gänzlich verschwinden zu lassen.

Die freie Einnahme ist aber nur bei CBD-Öl erlaubt, THC-haltige Produkte müssen vom Arzt verschrieben werden. Oftmals wird dafür vorausgesetzt, dass die konservativen Mittel aus der Schulmedizin allesamt erfolglos angewendet wurden, denn manche Ärzte tun sich immer noch schwer mit dem Verschreiben eines Rauschmittels. Doch auch hier gilt, dass die Vorteile eindeutig die Nachteile überwiegen, die hier im Einzelnen noch einmal aufgelistet sind:

Vorteile

  • Cannabisöl besitzt eine gesundheitsfördernde Wirkung und ist kurz- und langfristig gut verträglich
  • angeblich kann Krebs geheilt werden (diese Aussage beruht auf Erfahrungen krebskranker Menschen, die laut eigener Aussage durch Cannabisöl geheilt wurden)
  • Cannabisöl ist ein alternatives Behandlungsmittel, das statt Schmerzmittel eingesetzt werden kann und weniger Nebenwirkungen aufweist
  • Anwendung für verschiedene gesundheitliche Probleme und Beschwerden
  • gute Erfolge bei der unterstützenden Behandlung von Arthritis
  • Schmerzlinderung
  • positiver Einfluss auf Herz und Kreislauf
  • bessere Durchblutung
  • Senkung des Cholesterinspiegels

Nachteile

  • nicht gänzlich frei von Nebenwirkungen (eventuell leichter Kopfschmerz und Schwindel bei den ersten Einnahmen)
  • Cannabisöl enthält eine Form des Chlorophylls, welches für einen dünnen Magen sorgen kann
  • Verringerung der Gedächtnisleistung
  • Schlechte Erinnerungs- und Merkfähigkeit

Schon allein die Anzahl der Vor- und Nachteile verdeutlicht, dass Cannabisöl bei Weitem mehr Vorteile für die Gesundheit hat, als dass Nachteile auftreten können. Zumal Letztere nicht bei jedem Menschen gleich sind und es durchaus sein kann, dass diese bei einem Anwender gar nicht auftreten. Außerdem ist es auffällig, dass die Nebenwirkungen bzw. Nachteile in der Regel nur anfänglich auftreten.

Das heißt, dass dem Anwender am ersten Tag ein wenig schwindelig sein kann oder er unter leichten Kopfschmerzen leidet. Doch schon am nächsten Tag ist das Problem wieder verschwunden. Bei einem anderen Anwender dauert es vielleicht einige wenige Tage, bis die Nebenwirkungen nicht mehr vorhanden sind.

Viele Nebenwirkungen treten nur anfänglich auf und sind nach einigen Tagen der Anwendung wieder verschwunden. (#04)

Viele Nebenwirkungen treten nur anfänglich auf und sind nach einigen Tagen der Anwendung wieder verschwunden. (#04)

Dies steht in starkem Gegensatz zu anderen Mitteln der konservativen Schulmedizin. Wenn ein Patient auf ein Medikament reagiert, so gewöhnt er sich nur in den seltensten Fällen daran. In der Regel werden Beschwerden eher schlimmer, das heißt, dass Kopfschmerzen stärker werden oder sich Magenbeschwerden deutlicher zeigen.

Eine Unverträglichkeit eines Wirkstoffs wird nicht ausgemerzt, nur weil das betreffende Medikament mit dem jeweiligen Wirkstoff weiterhin eingenommen wird. In den meisten Fällen ist hier ein Wechsel des Medikaments angezeigt. Bei Cannabisöl hingegen gewöhnt sich der Körper an die Dosis und die anfänglichen Beschwerden verschwinden rasch. Damit halten sich die Nachteile noch deutlicher in Grenzen, denn sie verschwinden meist von allein.

Die Nebenwirkungen reinen Cannabisöls sind allerdings oftmals länger beständig und zeigen sich in stärkerem Ausmaß als die des milderen CBD-Öls. Je nach Tiefe der erreichten Rauschzustände können zum Beispiel Erinnerungslücken entstehen, die sich zu einem teilweisen Erinnerungsschwund auswachsen. Nicht zuletzt aus diesem Grund gehört die Verschreibung und Überwachung der Anwendung in die Hände eines erfahrenen Arztes (zum Beispiel bei Krebs, Multipler Sklerose etc.) und nicht in den Bereich der möglichen Selbstversuche eines Anwenders.


Bildnachweis: ©Shutterstock-Titelbild: Miss Nuchwara Tongrit, #01: Aleksandar Karanov,#02: Pixel-Shot, #03: Tatevosian Yana, #04: ElRoi

Über 

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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